Die fahrradfreundlichsten Städte: Coya launcht Fahrradstädte-Index

Das InsurTech Coya hat Deutschlands Städte einem Fahrrad-Check unterzogen. Der Index zeigt die Bedingungen für Radfahrer in 125 Städten.
Thilo
15.5.2019

Fahrradstädte-Index 2019: Oldenburg auf Platz 1, Stuttgart Letzter – Utrecht im internationalen Vergleich vor Münster

Berlin, 15. Mai 2019 – Der Berliner Digitalversicherer Coya, der u. a. auch eine Fahrrad- und E-Bike-Diebstahlversicherung anbietet, hat pünktlich zum Start der diesjährigen Fahrradsaison Deutschlands Städte einem Fahrrad-Check unterzogen und sich auf die Suche nach den zweiradfreundlichsten Städten national wie international gemacht. Der Index zeigt, in welchen Städten die allgemeinen Bedingungen für Fahrradfahrer besonders gut sind und das Fahrrad als gesundes, nachhaltiges Verkehrsmittel gefördert wird.

 

Fahrradfahren liegt im Trend: Immer mehr Menschen in Deutschland nutzen das Rad für den Weg zur Arbeit, zum Sport oder für Ausflüge. 2018 gab es nach Angaben des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV) rund 75,5 Millionen Fahrräder und E-Bikes in Deutschland – rund zwei Millionen mehr als 2017 und über sieben Millionen mehr als in 2008. Acht von zehn deutschen Haushalten sind dabei in Besitz von mindestens einem Rad; rund 76 Prozent der Deutschen haben sich nach Zahlen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) im vergangenen Jahr aufs Rad geschwungen. Doch wo finden Radfahrer die besten Bedingungen zum innerstädtischen Radeln vor?

Coya hat die 50 größten deutschen Städte sowie 90 Städte und Metropolen weltweit in den sechs Hauptkategorien „Wetter”, „Anteil der Fahrradnutzung”, „Diebstahl & Sicherheit”, „Infrastruktur”, „Fahrrad-Sharing” sowie „Fahrrad-Events” darauf untersucht, wie fahrradfreundlich sie sind. Mithilfe eines Scorings (1 = niedrigster Wert, 100 = höchster Wert) wurde so ein detaillierter und interaktiver Index erstellt. Die Studie spiegelt dabei nicht die besten und schlechtesten Städte zum Radfahren wider, sondern bewertet die gesamten Radfahrbedingungen anhand von Faktoren, die sich auf die Nutzung von Fahrrädern beziehen. Die Rankings lassen sich dabei auch nach den jeweiligen Kategorien sortieren.

Oldenburg ist Deutschlands fahrradfreundlichste Stadt

Platz 1 des Deutschland-Rankings belegt das niedersächsische Oldenburg mit einem Score von knapp 70, gefolgt von Münster (Score: 66,15), Freiburg im Breisgau (60,82), Bamberg (57,52) und Göttingen (55,08). Rang 10 belegt die Freie Hansestadt Bremen (Score: 66,15), die damit die einzige Stadt mit über 500.000 Einwohnern in den Top 10 ist. Hamburg findet sich auf Rang 20 wieder, Berlin belegt den 27. Platz vor Köln (28.), Dresden (30.), Frankfurt am Main (31.) und Düsseldorf (33.). München rangiert auf Platz 41, Schlusslicht ist Stuttgart auf Rang 50.

Die meisten Fahrradunfälle ereignen sich dem Index nach in Lüneburg (1074.69 / 100.000 Einwohner), die wenigstens Todesopfer durch Unfälle mit Radfahrern hat Bamberg zu beklagen (0,02 Toderopfer / 100.000 Einwohner). Marburg führt das Ranking bei den Fahrraddiebstählen an; besser haben es da Radfahrer aus Leipzig, das im Ranking hier am besten abschneidet. Die Anzahl der Fahrradgeschäfte ist mit 37,5 pro 100.000 Einwohnern in Erlangen am höchsten.

Internationaler Vergleich: Utrecht vor Münster

Im internationalen Vergleich führt Utrecht (Score: 77,84) das Ranking vor Münster (Score: 66,15) an, es folgen Antwerpen, Kopenhagen und Amsterdam. Mit Auckland (Neuseeland, Platz 7) und Hangzhou (China, Platz 8) befinden sich auch zwei nicht-europäische Städte in den Top 10.

Die internationale Einstufung beruht auf der Auswahl der 15 größten deutschen Städte und der Einbeziehung von 75 internationalen Metropolen, die aufgrund ihrer Investitionsbereitschaft und ihrem Engagement zur Verbesserung der Fahrradinfrastruktur und -sicherheit ausgewählt wurden.

Dass mit Utrecht eine niederländische Stadt an der internationalen Spitze steht, erscheint mit Blick auf die Infrastruktur wenig verwunderlich – die Niederlande verfügt über das weltweit am besten ausgebaute Radwegenetz. So wird das Zweirad denn auch häufiger genutzt, um zur Arbeit zu gelangen: Nach aktuellen Zahlen des ADFC werden in unserem Nachbarland etwa 27 Prozent der Arbeitswege mit dem Rad zurückgelegt. Zum Vergleich: In Deutschland sind es nur knapp elf Prozent.

Dies liegt mitunter auch an der Verfügbarkeit und Qualität der Radwege in der Bundesrepublik. Nach Einschätzung des ADFC liegt das größte Problem für die Sicherheit von Radfahrern hierzulande in der „überalterten und dramatisch unterdimensionierten“ Infrastruktur. Zerschlissene und schlecht einsehbare Bordsteinradwege gehörten ebenso zum Alltag vieler Radfahrer wie zugeparkte, viel zu schmale Radfahrstreifen, die oft im Nichts oder an der nächsten Baustelle endeten, kritisierte der Verband kürzlich. Dabei sei es vielen Radfahrern wichtig, vom Autoverkehr getrennt zu sein.

Hier geht es zu allen Ergebnissen des Coya-Fahrradstädte-Index 2019.

 

 

Die Top 10 der deutschen Fahrradstädte:

Top10_Coya-FahrradstaedteIndex2019-1

 

Die Top 10 der internationalen Fahrradstädte:

Top10_international_Coya-FahrradstaedteIndex2019

 

 

Abdruck honorarfrei | Verwendete Grafiken im Text: Coya AG (c)

 

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