Die besten Tipps: So schützt du dein Fahrrad vor Diebstahl

Dieb*innen keine Chance! Erfahre in diesem Artikel, wie du dein Fahrrad am bestem vor Diebstahl schützt.

Fahrräder werden zwar nicht mehr so häufig gestohlen wie noch vor 25 Jahren, dennoch verschwinden rund 700 Bikes jeden Tag in Deutschland. Spitzenreiter war im Jahr 2020 die Stadt Leipzig mit etwa 10.000 gestohlenen Fahrrädern, gefolgt von Münster und Halle an der Saale. Das zeigt, wie wichtig ein wirksamer Fahrrad Diebstahlschutz ist.  

Fahrrad sichern – nicht mit diesen Schlössern

Keinesfalls solltest du dein Bike irgendwo abstellen, ohne es mit einem guten Schloss zu sichern. Das Angebot an Fahrradschlössern ist groß. Noch immer sind einfache Speichenschlösser zum Anschrauben an den Rahmen im Bereich des Hinterrads im Angebot. Zum Verriegeln drückst du einfach eine leichte Metalllasche zwischen die Felgen.  Diese in früheren Zeiten weit verbreiteten Modelle bieten keinerlei Diebstahlschutz. Diebe*innen biegen sie einfach zu Seite und fahren los. 

Andere fest mit dem Bike verbundene Schlösser sind die Rahmenschlösser. Sie sind fest am Rahmen verschraubt. Beim Abschließen schiebt sich ein Riegel zwischen die Speichen und rastet auf der anderen Seite des Schlosses fest ein. Dadurch ist es zwar nicht mehr möglich, mit dem Bike wegzufahren. Mit dem angehobenen Hinterrad lässt es sich aber leicht wegschieben. In der Garage oder im Keller schneiden Diebe*innen das Schloss dann mit einem Bolzenschneider auf. Als alleiniger Diebstahlschutz reichen sie also nicht aus. 

Ähnlich unsicher sind einfache, mit Kunststoff ummantelte Drahtseilschlösser. Diese Fahrradschlösser sind leicht und handlich. Während der Fahrt befestigst du sie einfach am Gepäckträger oder der Sattelstütze. Da die Schlösser aber relativ kurz sind, kannst du sie ebenfalls nur durch die Speichen schieben und verschließen. Diebe*innen kneifen diese Schlösser mit dem richtigen Werkzeug in Sekundenschnelle durch. 

Richtiger Fahrrad Diebstahlschutz – abschließen und anschließen

Auf jeden Fall solltest du dein Fahrrad nicht einfach nur abschließen, sondern es auch irgendwo anschließen. Beispielsweise kannst du es mit dem Vorderrad am Fahrradständer anschließen, mit dem Hinterrad an einem Laternenpfahl oder einem Baum. Dadurch lässt es sich nicht einfach mit angehobenem Hinterrad wegschieben. Um das zu ermöglichen, muss das Fahrradschloss ausreichend lang sein. 

Der zweite Aspekt für eine wirksame Diebstahlsicherung am Fahrrad ist die Stabilität des Schlosses. Es sollte so beschaffen sein, dass es sich weder ohne großen Aufwand aufbiegen noch durchtrennen lässt. Der sicherste Schutz für dein Bike ist noch immer die Abschreckung. Dauert es lange oder sind auffällige Werkzeuge erforderlich, um das Schloss zu knacken, schrecken Diebe*innen meist davor zurück. Passanten könnten auf sie aufmerksam werden, sodass der Versuch für sie riskant ist. Obwohl es keinen hundertprozentigen Fahrrad Diebstahlschutz gibt, solltest du es zumindest so schwer wie möglich gestalten. 

Im Idealfall schließt du dein Fahrrad mehrfach ab. Natürlich ist es lästig, gleich zwei Fahrradschlösser mit sich herumzutragen, aber du kannst sie ja auf dem Bike transportieren. Schließt du dein Rad mit dem Vorder- und dem Hinterrad irgendwo an, machst du es Dieben*innen doppelt schwer. 

Welche Schlossmodelle gibt es?  

Weit verbreitet sind neben dem oft bereits werkseitig am Fahrrad installierten Rahmenschloss folgende Modelle:

  • Bügelschloss
  • Kettenschloss
  • Kabelschloss
  • Textilschloss
  • Faltschloss
  • Panzerkabelschloss
  • Schloss mit Alarmfunktion

Als gute Diebstahlsicherung gehen Bügelschlösser regelmäßig aus den Tests hervor. Trotzdem gibt es Qualitätsunterschiede und zwei Nachteile. Zum einen sind Bügelschlösser unflexibel. Daher ist es oft schwer, das Fahrrad irgendwo anzuschließen. Das funktioniert am ehesten an Fahrradständern und den Metallbügeln der Fahrrad-Parkplätze. Um einen Baum oder einen Laternenpfahl kannst du ein Bügelschloss meist nicht legen, da es zu schmal ist. Der andere Nachteil ist das Gewicht eines guten Bügelschlosses. Robust sind vor allem Bügelschlösser mit einem massiven Metallbügel. Gerade der verursacht aber das hohe Gewicht. Zudem sind sie sperrig und daher nicht immer leicht zu transportieren. Einige Modelle sind mit einer Halterung für den Fahrradrahmen im Angebot. Die Halterung schraubst du am Rahmen fest und kannst das Bügelschloss während der Fahrt darin einhängen. 

Die Nachteile des Bügelschlosses sollen Faltschlösser ausgleichen. Sie sind zusammenfaltbar, bestehen aus starren mit Gelenken verbundenen Metallelementen. Zusammengefaltet kannst du ein Faltschloss sogar in der Hosentasche transportieren. Die meisten Modelle sind aber mit einer Halterung für den Fahrradrahmen oder die Sattelstütze ausgestattet. Darin kannst du sie einfach einklicken. Ist ein Faltschloss lang genug, eignet sich es auch zum Anschließen des Bikes an einen Baum. Schwachpunkte einiger Faltschlösser sind die Gelenke. Bei einer weniger guten Qualität lassen sie sich auseinanderbiegen. Wenn du dich also für ein Faltschloss entscheidest, solltest du auf die Stabilität der Gelenke achten. Die Metallelemente sollten aus gehärtetem Stahl bestehen. 

Kettenschlösser kombinieren die Sicherheit der Bügelschlösser mit einer hohen Flexibilität. Da sie aus einzelnen Kettengliedern bestehen, kannst du sie sehr gut um Bäume, Laternenmasten oder Fahrradständer wickeln. Insbesondere Modelle mit schweren Kettengliedern sind nur schwer zu knacken. Zum Schutz des Fahrrads sind hochwertige Kettenschlösser mit einer Textil- oder Kunststoff Ummantelung ausgestattet. Ein gravierender Nachteil der Kettenschlösser ist ihr Gewicht. Ein langes und stabiles Kettenschloss kann durchaus mehrere Kilo wiegen. Zudem ist es nicht gerade handlich. Viele Biker wickeln das Kettenschloss um die Sattelstütze, andere verstauen es in der Packtasche. 

Weniger geeignet für eine wirkungsvolle Diebstahlsicherung sind Kabelschlösser. Sie sind zwar leicht und als Spiralkabelschloss auch handlich. Zudem können sie sehr lang sein, sodass du das Fahrrad gleich mehrmals zusammen mit einem Baum umwickeln kannst. Aber sie sind dünn und lassen sich mit einem Seitenschneider einfach durchtrennen. Geübte Fahrraddiebinnen und Diebe erledigen das in wenigen Sekunden. Unter Umständen schneiden sie das Kabelschloss schneller durch, als du es aufschließen kannst. Niemand wird dadurch aufmerksam und sie fahren einfach mit deinem Bike davon. Etwas stabiler sind Panzerkabelschlösser, aber auch sie halten Diebe*innen nur für eine begrenzte Zeit auf. 

Ein Textilschloss zur Diebstahlsicherung am Fahrrad vereint verschiedene Vorzüge. Es ist leicht, ausreichend lang und bei guter Qualität nur schwer zu knacken. Es erstaunt daher nicht, dass das Textilschloss von Tex-Lock im Fahrradschloss-Test von Coya als bestes abgeschnitten hat. Es besteht aus einer Kette im Kern. Umgeben ist sie von mehreren Schichten aus robusten Textilfasern. Sie sind feuerfest und erschweren Bolzenschneidern und Sägen das Auftrennen. Das Schloss ist ausreichend lang, um dein Bike sicher irgendwo anzuschließen. Verbunden werden die beiden Enden der textil ummantelten  Kette mit einem kleinen Bügelschloss. Daher ist auch das Schloss für Diebe*innen nur schwer zu öffnen. Trotz des stabilen Textilmantels ist das Schloss ausreichend flexibel für eine gute Sicherung. Der einzige Nachteil: Auch dieses Schloss ist aufgrund der Kette nicht ganz leicht. Für den Transport am Fahrrad benötigst du ein wenig Kreativität. 

Eine gute Alternative sind außerdem Fahrradschlösser mit Alarmfunktion. Beim Versuch, sie ohne Schlüssel zu öffnen, ertönt ein Alarmsignal. Das erregt Aufmerksamkeit und verschreckt Diebinnen und Diebe. 

Fahrrad sichern mit Zahlencode oder Schlüssel

Hast du schon einmal dein Fahrradschloss verloren? Im Idealfall wenigstens dann, wenn das Bike nicht abgeschlossen ist. Andernfalls musst du dein Schloss nämlich selbst aufbrechen. Das kannst du vermeiden, wenn du ein Zahlenschloss verwendest. Allerdings solltest du den Zahlencode ebenso sicher aufbewahren, wie die PIN deiner Kreditkarte. Vergisst du ihn, bleibt dir ebenfalls nichts anderes übrig, als das Schloss aufzubrechen. Ein gutes Zahlenschloss verfügt über eine sechsstellige Kombination. Modelle mit nur drei Ziffern sind nicht ausreichend sicher als Fahrrad Diebstahlschutz. 

Zur Sicherheit: Fahrradversicherung gegen Diebstahl

Da kein Schloss absolute Sicherheit bieten kann, solltest du insbesondere für ein teures Bike eine Fahrradversicherung abschließen. Sie ersetzt dir den Neu- oder Zeitwert deines Bikes, sodass du dir ein gleichwertiges kaufen kannst. Bei Coya versicherst du ein Bike im Wert von 2.000 € bereits für weniger als sieben Euro im Monat. 

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