Fahrradreparatur: 4 Tipps, wie ich ein wenig Geld spare

Vom Platten hin zur hakenden Schaltung: Viele kleine Pannen an deinem Rad kannst du selbst reparieren – so geht’s!

Für jede Wartung oder bei jedem kleinen Defekt in die Fahrradwerkstatt zu düsen geht nicht nur ins Geld, sondern kostet auch Zeit. Deshalb lohnt es sich, dich um regelmäßige Wartungen und kleinere Macken an deinem Rad selbst zu kümmern. Die Voraussetzung dafür ist, dass du das richtige Werkzeug und das nötige Know-how besitzt. In diesem Beitrag haben wir schon erklärt, wie du ein Fahrrad richtig reinigst. Das ist der ideale Ausgangspunkt, um alle nötigen Funktionen deines Rades regelmäßig zu prüfen und bei Bedarf zu reparieren. Wir verraten, wie’s klappt. 

Fahrrad selbst reparieren: Was du selbst erledigen kannst und wann lieber ein Profi ran sollte

Es gibt viele Teile an deinem Fahrrad, die sich mit der Zeit etwas verziehen oder locker werden können. Die meisten davon lassen sich mit wenigen Handgriffen selbst nachjustieren oder austauschen. Bei welchen Problemen du dir in der Regel den Weg in die Werkstatt sparen kannst und wann es hilfreich ist, einen Profi zurate zu ziehen, haben wir dir hier aufgelistet. 

  1. Die Bremskraft lässt nach.
    Mit der Abnutzung deiner Bremsbeläge ändert sich der Abstand zwischen Bremsbelag und Felge, das merkst du dann durch eine verringerte Bremskraft. Bei hydraulischen Felgenbremsen kannst du den Abstand über die Stellschraube am Bremshebel verringern, bei mechanischen Felgenbremsen gelingt das über den Zugeinsteller oder die Schraube für die Befestigung. Bei mechanischen Scheibenbremsen musst du den Abstand auf beiden Seiten separat einstellen, und zwar über die Einstellschraube des Bremsbelages auf der einen Seite und den Zugeinsteller auf der anderen - über das Drehen der Kontermutter wird der Abstand gesichert. Hydraulische Scheibenbremsen stellen sich übrigens mit der Abnutzung der Bremsbeläge automatisch nach.
    Für Fortgeschrittene oder die Werkstatt:  Sind die Bremsbeläge völlig abgenutzt, gehören sie ausgetauscht. Hier findest du eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Den Tausch solltest du allerdings nur selbst erledigen, wenn du das richtige Werkzeug besitzt und genau weißt, was du tust.

  2. Die Gangschaltung hakt.
    Es ist ganz schön nervig, wenn die Gänge nicht richtig einspringen, die Kette durchrutscht oder irgendetwas an deiner Gangschaltung klackt und rasselt. Oft hat das einen einfachen Grund, nämlich dass sich die Zugspannung gelockert hat. Diese kannst du selbst wieder richtig einstellen, hier findest du detaillierte Anleitungen für Nabenschaltung oder Kettenschaltung.
    Für Fortgeschrittene oder die Werkstatt:  Läuft die Gangschaltung noch immer nicht einwandfrei, könnte ein verschlissener Schaltzug die Ursache sein. In dieser Anleitung erfährst du Schritt für Schritt, wie du diesen selbst auswechseln kannst. Auch hier gilt: Bist du unsicher oder noch nicht so erfahren bei der Fahrradreparatur, lass das lieber in der Werkstatt machen.

  3. Die Kette hängt durch.
    Fährst du ein Rad mit Kettenschaltung, stellt dein Schaltwerk die Spannung deiner Kette richtig ein. Bei einem Rad mit Nabenschaltung hingegen wird deine Fahrradkette mit der Zeit länger. Deshalb solltest du diese regelmäßig nachspannen, damit sie beim Fahren auf unebenen Wegen nicht abspringt. Stell dein Fahrrad dafür auf den Kopf und löse die beiden Befestigungsschrauben an der Hinterachse, sodass du das Hinterrad leicht bewegen kannst. Nun verschiebst du das Hinterrad so weit nach hinten, dass die Kette sich ungefähr anderthalb Zentimeter nach oben oder unten bewegen lässt - dann ist sie genau richtig gespannt. Danach schraubst du das Hinterrad wieder fest, das war’s schon. Hier nochmal eine ausführliche Anleitung, auch für Räder mit Kettenspanner.
    Für Fortgeschrittene oder die Werkstatt: Ist deine Fahrradkette zu lang geworden oder beschädigt, ist es Zeit, sie zu kürzen oder komplett auszutauschen. Da du hierfür spezielles Werkzeug benötigst, kann sich der Weg zur Werkstatt lohnen.

  4. Du hast einen Platten.
    Ein platter Reifen ist der Klassiker unter den Fahrradpannen. Gut, dass sich dieser selbst beheben lässt. Dafür montierst du zunächst den Reifen mit dem Platten ab und hebelst mit dem Reifenheber den Fahrradreifen aus der Felge. Nimm dann den platten Schlauch heraus und pumpe ihn auf, um das Loch ausfindig zu machen. Ist das Loch gefunden, raust du die Stelle um das Loch mit Schleifpapier an und reinigst sie anschließend mit fettlösendem Reiniger. Dann gibst du die Vulkanisierungsflüssigkeit aus deinem Flickzeug auf den Bereich um das Loch und lässt sie 5-7 Minuten antrocknen. Flicken drauf, ordentlich für mehrere Minuten festdrücken, fertig. Bevor du den geflickten Schlauch wieder aufziehst, solltest du den Reifenmantel von innen vorsichtig nach Dornen, Splittern oder ähnlichem Abtasten. Nicht, dass dein Schlauch direkt wieder kaputt geht. Hier findest du eine ausführliche Anleitung zum Flicken. 

Fazit: Fahrradreparaturen kann man lernen!

Natürlich waren das noch längst nicht alle Reparaturen, die an einem Rad so anfallen können, aber so bekommst du schonmal einen Überblick, was du an deinem Rad selbst reparieren kannst. Generell gilt: Bist du dir bei einem Problem unsicher, hol dir lieber Unterstützung vom Profi - insbesondere, wenn es um sicherheitsrelevante Teile wie deine Bremsen geht. Wenn du das Vollkasko Add-on der Coya Fahrradversicherung buchst, bekommst sogar einen jährlichen 50€ Inspektionsbonus als finanzielle Unterstützung. Hast du bisher noch kaum Erfahrung mit Fahrradreparaturen, kann sich übrigens ein Fahrradreparaturkurs für dich lohnen. Die werden in vielen deutschen Städten von unterschiedlichen Werkstätten angeboten, beispielsweise auch beim adfc Berlin, und vermitteln dir die wichtigsten Handgriffe und das nötige Know-how, um deinen Drahtesel selbst wieder zum Laufen zu bringen. Abgesehen davon hilft im Pannenfall auch die Bike Repair App - in dieser findest du rund 60 Tutorials zu allen möglichen Fahrradreparaturen. Noch mehr praktische Fahrrad-Apps gibt’s hier!

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