Beagle Kopf

7 Fakten über den Beagle – wie gut kennst du deinen Hund?

Gesellige Hunde mit einer feiner Nase und den hübschesten Schlappohren der Welt - dein Beagle kann so einiges. Doch weißt du wirklich alles über ihn?

1. Die Abstammung des Beagles

1515 erwähnen die Haushaltsbücher des britischen Königs Heinrich III. erstmal eine Hunderasse namens „Beagle“.  Experten vermuten, dass die Hunde zur Jagd gezüchtet wurden. Ihre Vorfahren stammen wahrscheinlich von den französischen „Northern Hounds“ ab, die im Laufe des 11. Jahrhunderts nach England kamen. Hier verpaarten Jäger sie mit den „Southern Hounds“. Beide Rassen eigneten sich sehr gut, um mit einer Hundemeute Wild aufzuspüren. Die feine Nase hat sich der Beagle bis heute erhalten.

Offiziell wurde die Hunderasse 1890 vom „British Kennel Club“ anerkannt. Später fand sie dann in die Klassifizierung des FCI: Der Beagle gehört zur Gruppe 6 „Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen“. Längst hat er sich vom wichtigen Teilnehmer der Treibjagd zum beliebten Familienhund gemausert. 

2. Die Zucht der Beagle

Als Rassehund züchten heute nicht nur viele Engländer Beagle, auch in Deutschland hat sich der kleine, quirlige Vierbeiner längst einen festen Stamm an Liebhabern aufgebaut. Achte beim Kauf eines Beagles darauf, dass du einen seriösen Züchter auswählst. Dieser sollte nicht nur auf die Äußerlichkeiten der Rasse wertlegen, sondern auch auf die individuelle Gesundheit der Tiere. Mögliche Auskunft über geeignete Adressen findest du beim „Beagle Club Deutschland e.V.“. Vertrauensvolle Anbieter schließen z.B. aus, dass Muttertiere bestimmte Krankheiten an ihren Wurf weitergeben. Leider gibt es einige…

Typische Erbkrankheiten des Beagles

  • Hound-Ataxie
  • Bandscheibenprobleme
  • Rückwärts-Niesen
  • Hüftgelenkdysplasie
  • Augenkrankheiten wie POAG

3. Der Charakter des Beagles

Ein Teil der Meute sein, das war einmal. Heute ist der aufgeweckte Beagle Teil der Familie. Doch was lässt sich über das Wesen des freundlichen, kleinen Vierbeiners sagen? Ob Beagle bürotauglich sind erfährst du hier.

Intelligenz

Beagle sind schlau, gehorchen aber normalerweise sehr gut.  Einzige Ausnahme: Wenn der Beagle einer Fährte folgt, dann macht er das, was er für klug hält. Diese Vierbeiner sollten frühzeitig lernen, dass sie nicht das Rudel anführen.

Ausdauer

Kleine Größe – doch großer Wille zur Bewegung. Mit einem Beagle kannst du lange Spaziergänge machen, aber auch Sport und Suchspiele liebt dieser Rassehund. Beagle sind schnell und können stundenlang einer Beute folgen, die sie gewittert haben.

Temperament

Diese Rasse ist sehr aufgeweckt und lässt in ihrem Temperament noch immer den ehemaligen Jagdhund durchblitzen. Für eine Haltung in der Wohnung eignet er sich nur, wenn du selbst ein sehr aktiver Mensch bist und viel im Grünen unterwegs bist. 

Arbeitspathos

Leider haben die Beagle heute eine traurige Aufgabe in unserer Gesellschaft: Sie sind die meist eingesetzten Versuchshunde. Freiwillig sind sie jedoch noch immer für die Jagd zu begeistern, die spielerische Fährtensuche ist ein willkommener Ersatz. Manche Tiere eignen sich auch als Therapiehunde.

Freundlichkeit

Der Beagle kommt dir fröhlich entgegen und lässt sich immer schnell begeistern. Mit Kindern spielt er ausgelassen und andere Hunde sind meist auch gern gesehen, erinnern sie doch an die Meute von einst.

4. Das Aussehen des Beagles

Beagle werden mit einer Widerristhöhe von maximal 40 Zentimetern nicht übermäßig groß und sehen meist sehr niedlich aus. Das liegt besonders an ihren abgerundeten Schlappohren und dem treuen Blick. Ihr Körperbau verrät dagegen schon mehr über ihr Wesen: Gesunde Beagle sind sehr kompakt und haben ein Gewicht von bis zu 18 kg. Ihre relativ kurzen Beine sind kräftig und zeugen von ihrer Schnelligkeit.

Das kurze Fell glänzt in allen möglichen Farben. Bis zu drei Schattierungen von Weiß über Gelb, Schwarz, Rot und Braun können die Haare des Beagles annehmen, um noch als Rassehund zu gelten. Als Halter*in eines solchen Vierbeiners kennst du bestimmt die meist fröhlich erhobene, wedelnde Rute, die deinen Hund auch im dichtesten Gestrüpp noch gut erkennbar macht.

5. Das richtige Futter für Beagle

Leider sind Beagle unersättlich und viele Menschen können einem hübschen Hundeblick wenig abschlagen. Aufgrund seiner Geschichte tendiert dieser Rassehund dazu, möglichst viel in sich hinein zu schlingen, denn andere Vierbeiner der Meute könnten es ihm ja sonst wegfressen. Übergewicht begünstigt aber andere Krankheiten wie Bandscheibenvorfälle.

Sorge dafür, dass dein Hund regelmäßig gefüttert wird, aber nicht zu viel Leckerlis oder gar Süßigkeiten erhält. Unter Fachleuten steht z.B. auch zur Diskussion, ob übermäßige Fütterung mit Pansen die Hound-Ataxie begünstigt, eine degenerative Entzündung des Rückenmarks, unter der viele Beagle leiden. Insgesamt funktioniert gesunde Ernährung nur zusammen mit ausreichend Bewegung. Du kannst einen Teil des Futters auch als Belohnung für das Training verwenden – es sollte aber keine zusätzliche Portion sein. Achte auf die Kriterien für gesunde Hundeernährung und sorge dafür, dass dein Hund entsprechend seines Energiehaushalts frisst.

6. Die Haltung eines Beagles

Ein Beagle ist mehr als ein freundlicher Schoßhund. Doch wie kannst du auf die Eigenarten dieser Rasse in der Erziehung und Haltung bestmöglich eingehen?

Dos

Finden ja, bringen nein

Beagle apportieren nicht gerne, aber sie spüren ihre Beute auf. Damit sind sie ideale Fährtenhunde und sollten auch dementsprechend gefördert werden.

Her mit der Meute!

Andere Hunde, Kinder, Mitbewohner, Tiere – der Beagle findet sich in einem großen Rudel gut zurecht.

Aktiv durch das Leben

Beagle sind gute Begleiter für alle, die sich gerne bewegen. Du musst nicht gleich eine Meutejagd veranstalten, aber ausgiebige Spaziergänge, Sport und Spiele sollten Pflicht sein.

Don’ts

Wenig Durchsetzungsvermögen

Dein Beagle sollte wissen, was du von ihm willst. Er folgt bei guter Erziehung, hat jedoch eine Tendenz, sich gegenüber anderen „Meutemitgliedern“ durchzusetzen. Deshalb bleib konsequent!

Fehlender Auslauf

Zwar mag der Beagle klein sein, eine Wohnung ohne regelmäßige Bewegungsmöglichkeit ist aber definitiv der falsche Ort für ihn.

7. Die Pflege eines Beagles

Mit seinem kurzen Fell ist der Beagle eine pflegeleichte Rasse. Ab und an ein gutes Hundeshampoo und ein ordentliches Durchbürsten genügen. Schwieriger ist es mit den anderen sensiblen Körperteilen dieses Hundes: Kontrolliere regelmäßig seine Ohren auf Entzündungen. Manchmal setzen sich hier Fremdkörper und Ungeziefer fest. Mit der Anfälligkeit für Augenkrankheiten ist ebenfalls nicht zu spaßen und die Krallen deines Vierbeiners sind ohnehin einer regelmäßigen Prüfung zu unterziehen. 

Alarm: Beagle außer Kontrolle

Immer der Nase nach, das kann auch mal nach hinten losgehen: Wenn dein Beagle vom Jagdinstinkt getrieben das Kaninchen der Nachbarn zu Tode hetzt, dann gibt es nicht nur Tränen, sondern oft auch handfeste finanzielle Ersatzforderungen. Zuchthunde bleiben immer Tiere, die sich manchmal unvorhersehbar verhalten. Umso besser, wenn du mit einer Hundehaftpflichtversicherung wie Coya für den Ernstfall gerüstet bist. Sieh dir jetzt an, welche Versicherungsfälle eine Hundehaftpflicht abdecken kann.

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