Tick on leaf

“Mein Hund hat Borreliose” - Anzeichen erkennen und richtig behandeln

Nicht jeder Zeckenbiss wird gleich zu Borreliose, doch wenn dein Hund daran erkrankt, ist die richtige Therapie gefragt. Hier erfährst du, was zu tun ist.

Zum ersten Mal aufgetreten ist die Borreliose 1975 und wurde seitdem von den verschiedenen durch Zeckenbisse übertragenen Krankheiten bei Menschen am häufigsten diagnostiziert. Auch Hunde können sich nach einem Zeckenbiss mit Borrelien infizieren, eine ausgewachsene Erkrankung wird daraus glücklicherweise nur selten. Dennoch solltest du wissen, auf welche Symptome es im Fall der Fälle zu achten gilt, um deinem Hund bei einer ausgebrochenen Borreliose mit der richtigen Therapie zu helfen.

Das musst du über Zecken und Borreliose beim Hund wissen

Zeckenbisse kommen bei Hunden sehr häufig vor, doch lange nicht jeder Zeckenbiss macht deinen Hund tatsächlich krank. Damit eine Zecke überhaupt Keime abgeben kann, muss sie zunächst 16 bis 24 Stunden Blut bei ihrem Wirt saugen. Daraufhin ist es möglich, dass sie deinen Hund infiziert hat - doch nicht jede Infektion wird automatisch zur Krankheit. Bei rund fünf bis 20 Prozent der in zeckenreichen Regionen Deutschlands lebenden Hunde wurden Borreliose-Antikörper im Blut festgestellt, sie sind also mit den Erregern in Kontakt gekommen und haben Abwehrstoffe gebildet. Tatsächlich an Borreliose erkrankt sind von diesen infizierten Hunden Schätzungen zufolge lediglich rund ein Drittel. Genaue Zahlen gibt es nicht, denn anders als bei Menschen müssen durch Zeckenbisse hervorgerufene Krankheiten bei Hunden nicht gemeldet werden.

Um das Risiko einer Infektion zu minimieren, solltest du eine Zecke direkt entfernen, wenn du sie bei deinem Hund entdeckst. Mit einer Pinzette oder speziellen Zeckenzange greifst du sie so dicht wie möglich an der Haut am Kopf und ziehst sie dann mit gleichmäßigem Zug vom Körper weg. Ist die Zecke entfernt und sind keine Rückstände mehr zu sehen, desinfizierst du die Stelle sorgfältig. Grundsätzlich solltest du die Zecke nie zerquetschen oder ihr mit Öl, Alkohol und ähnlichem zu Leibe rücken. Gelingt es dir nach ein bis zwei Versuchen nicht, sie zu entfernen, lässt du die Entfernung am besten vom Tierarzt vornehmen, um den Körper nicht vom Kopf der Zecke abzureißen.

Die wichtigsten Anzeichen, mit denen du Borreliose bei deinem Hund erkennen kannst

Bis die Borreliose bei deinem Hund tatsächlich ausbricht, vergehen in der Regel zunächst vier bis sechs Wochen, manchmal dauert es aber auch einige Monate. Die bei Menschen typische Wanderröte, die sich ringförmig um die Bissstelle ausbreitet, fehlt bei Hunden oft oder ist durch das Fell kaum zu erkennen. Hunde zeigen stattdessen vor allem folgende Symptome:

  • dein Hund lahmt, das fällt vor allem nach dem Aufstehen auf
  • dein Vierbeiner zeigt keinen Appetit und ist generell matt
  • die Lymphknoten und Gelenke sind geschwollen
  • dein Hund hat Fieberschübe

Da diese Symptome nicht allzu spezifisch sind, kannst du die Krankheit gegebenenfalls leichter erkennen, wenn du dir Zeckenbisse deines Hundes mit Datum und der Körperstelle in einer kleinen Notiz festhältst. Stellst du einige Wochen später obige Symptome fest, könnte das ein Anzeichen auf Borreliose bei deinem Hund sein. Schwellungen oder Entzündungen der Gelenke beginnen besonders häufig an dem Gelenk, das dem Biss am nächsten liegt - auch das kann ein hilfreiches Anzeichen sein. Solltest du diese Symptome bei deinem Hund erkennen, kläre deinen Verdacht besser immer mit einem Tierarzt ab - dadurch verminderst du das Risiko, dass durch einen schleichenden Krankheitsverlauf Spätfolgen oder wiederkehrende Beschwerden bei deinem Vierbeiner zurückbleiben könnten.

So stellt der Tierarzt eine Diagnose für die Infektion durch den Zeckenbiss

Eine Borreliose-Diagnose zu stellen ist gar nicht so einfach, denn nachgewiesene Borreliose-Antikörper können auch von Impfungen oder schon viel früherem Kontakt mit einer Zecke stammen. Inzwischen gibt es neuere Schnelltests, die sogenannten C6-Antikörpertests, die zwischen einer akuten Infektion und vorhandenen Antikörpern durch eine frühere Schutzimpfung unterscheiden können. Mit diesem ersten Schritt stellt der Tierarzt zunächst eine Infektion fest - wie oben schon beschrieben spricht diese jedoch noch nicht für eine Erkrankung deines Hundes an Borreliose. Eine tatsächliche Erkrankung lässt sich über Hautproben der Zeckenbissstelle prüfen, diese Methode wird aber vor allem für Studien angewandt, nicht unbedingt in der täglichen Praxis deines Tierarztes. Erfüllt ist die Diagnose “Borreliose” aber auch ohne spezifischen Hauttest, wenn diese vier Punkte zutreffen:

  1. Dein Hund hatte vor einigen Wochen oder Monaten einen Zeckenbiss.
  2. Du stellst Symptome fest, die zu Borreliose passen - andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen können ausgeschlossen werden.
  3. Der Bluttest zeigt, dass dein Hund Antikörper in sich trägt.
  4. Dein Vierbeiner spricht schnell auf die Therapie an und die Symptome werden gelindert.

Die richtige Therapie, wenn dein Hund Borreliose hat

Hat dein Tierarzt Borreliose diagnostiziert, wird dein Vierbeiner mit Antibiotika behandelt. Das Medikament wird für eine Dauer von rund vier Wochen verschrieben und sollte bereits nach kurzer Zeit eine Verbesserung zeigen. Stellst du die mögliche Borreliose schon im Anfangsstadium bei deinem Hund fest, sodass kurz nach dem Ausbruch mit der Antibiotika-Therapie begonnen werden kann, sind die Erfolge umso besser.  

Hilfreiche Tipps zur Vorbeugung gegen Borreliose

Da auch bei einer erfolgreichen Behandlung mit Antibiotika oft nicht alle Borrelien vollständig beseitigt werden, lohnt es sich, der Borreliose und anderen durch Zecken übertragene Krankheiten vorzubeugen. Das gilt vor allem für Regionen, in denen es viele Zecken gibt. Ganz gleich, ob du dort wohnst oder nur zu Besuch bist - mit diesen Tipps beugst du den gemeinen Beißern vor:

  • Suche deinen Hund nach jedem Spaziergang nach Zecken ab. 
  • Wende Spot-on-Präparate an oder besorge ein Anti-Zecken-Halsband, um Zecken abzuhalten.
  • Lebst du mit deinem Hund in einem Zecken-Risikogebiet, sodass er dauerhaft gefährdet ist, kannst du mit deinem Tierarzt über eine Zeckenimpfung sprechen.

Auch wenn die Borreliose selten ist, im Fall der Fälle solltest du abgesichert sein, um nicht auf den Behandlungskosten sitzen zu bleiben. Eine Hundekrankenversicherung zahlt dir den Tierarztbesuch sowie notwendige Medikamente ganz oder anteilig. So musst du dir um den finanziellen Part einer Borreliose-Erkrankung deines Hundes keine Sorgen machen und kannst dich völlig darauf konzentrieren, deinen Vierbeiner wieder aufzupäppeln.

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