Dackel Kopf

7 Fakten über den Dackel

Der sprichwörtliche Dackelblick zieht noch immer Hundefreunde in den Bann. Doch kennst du die harten Fakten über den schlauen Jäger auf vier Pfoten?

1. Die Abstammung des Dackels

Die Vorfahren unserer heutigen Dackelhundewaren wahrscheinlich Keltenbracken, die bereits vor 2000 Jahren mit ihren Halter*innen auf die Jagd gingen. Im Mittelalter setzte sich die Zucht der Dackel, auch Teckel genannt, in Deutschland mehr und mehr durch. Die kleinen Hunde wurden gebraucht, um beim Jagen Füchse und Dachse aus ihrem Bau zu treiben. Daher tragen sie noch heute den Namen Dachshunde. Ihre Schlappohren hielten Staub und Dreck beim Graben ab, ihre starken Beine waren gut geeignet für das Eindringen in die Erdgänge.

1879 definierte man in Deutschland erstmals die Rassekennzeichen des Dackels. Der Deutsche Teckelclub gründete sich im folgenden Jahr. Im 20.Jahrhunderts verbreitete sich die Hunderasse dann auch international, sie gilt aber immer noch als „typisch deutsch“. So war der Dackel 1972 das Maskottchen der Olympischen Spiele in München. Seine Beliebtheit hat aufgrund der Konkurrenz von anderen kleinen Hunderassen merklich nachgelassen. Viele Liebhaber schätzen ihn aber auch heute noch – nicht nur als treuen Begleiter auf der Jagd, sondern auch als selbstbewussten Hund mit dem unverkennbaren Augenaufschlag.

2. Die Zucht des Dackels

Seit 1925 gibt es internationale Standards für die Dackelzucht. Wenn du dich für einen solchen Hund interessierst, dann solltest du dich zunächst bei den entsprechenden Hundevereinen und –clubs umschauen. Seriöse Anbieter können dir beispielsweise durch den Deutschen Teckelclub e.V. empfohlen werden. Ein solcher Züchter weiß auch, dass der Dackel die FCI Nummer 148 in der Gruppe der Dachshunde trägt. Unter den schwarz gezüchteten Welpen leiden viele an Krankheiten oder bringen soziale Probleme mit. Es lohnt sich hier also auf professionelle Züchter zu vertrauen. Diese achten auch darauf, dass die Mutterhündin möglichst keine der folgenden Probleme weitergibt:

Typische Krankheiten des Dackels

  • Rheumatische Beschwerden
  • Verknöcherungen an den Läufen
  • Bandscheibenvorfälle
  • Altersbedingte Schwierigkeiten wie Gelenkschmerzen, stumpfes Fell, Antriebslosigkeit und fehlender Appetit

3. Der Charakter eines Dackels

Heute ist der Dackel weniger auf der Jagd zu finden als im heimischen Wohnzimmer. Doch welche Charakteristika hat er sich von seinen Vorfahren bewahrt?

Intelligenz

Eine feine Nase macht diesen klugen Hund aus. Er findet nicht nur den Dachsbau, sondern weiß auch genau, wie er dich um den Finger wickelt.

Ausdauer

Der Dackel ist nicht nur flink für seine kurzen Beine, sondern er hält auch lange durch. Er mag es nicht nur lange Spuren nachzustöbern, sondern ist auch sehr beharrlich in seiner Zielsetzung.

Temperament

Dackeln mangelt es nicht an Selbstbewusstsein. Deshalb solltest du früh mit der Sozialisierung mit andern Hunden beginnen, um spätere Konflikte zu vermeiden. Ein großer Vierbeiner ist für den Dackel kein Hindernis. Auch in der Erziehung erfordert dieser ehemalige Alleingänger, den nichts vom Dachsbau abhalten konnte, viel Konsequenz. Dann hast du aber einen sehr ausgeglichen Hund zuhause.

Arbeitspathos

Solange es um Jagd- und Sucharbeiten geht, ist der Dackel dabei. Schon früher war es aber nicht seine Aufgabe, sich dem Kampf mit dem wilden Tier zu stellen. Deshalb sind Dackel auch heute keine Listenhunde, selbst wenn manche Exemplare aufgrund schlechter Erziehung aggressiv wirken. In Wahrheit gehorchen diese Hunde gerne.

Freundlichkeit

Der Dackel ist sehr freundlich, es soll sogar schon zu Verletzungen gekommen sein, da er einfach nicht aufhören wollte, mit dem Schwanz zu wedeln. Angst hat er fast nie, Respekt ist jedoch eine Frage des Trainings.

4. Das Aussehen des Dackels

Die kleinen Hunde haben sich in unserer Gesellschaft in Form des Wackeldackels als Modeaccessoires verewigt. Tatsächlich erkennt sie jeder an ihrem langgezogenen Körperbau mit den verkürzten, gekrümmten Beinen. Dackel werden bis zu 26 cm hoch und haben meist ein Gedicht unter 15 kg. Du kannst der Größe nach drei Dackelarten unterscheiden: Teckel (über 30 cm), Zwergteckel (30 – 35 cm) und Kaninchenteckel (bis 30 cm).Ihr Körper weist ausgeprägte Muskeln auf, die auch entsprechend bewegt werden wollen. 

Du kennst bestimmt den aufmerksamen Gesichtsausdruck, den Dackel einnehmen können. Ihre Hängeohren schützten sie einst vor Dreck beim Graben im Dachsbau. Das Fell kann je nach Rasse zwischen Rauhaar, Langhaar und Kurzhaar variieren. Seine Farbe ist meist im Grundton Braun mit gelben bis rostfarbenen Einschlägen. Beine, Kopf und Brust können auch schwarze, rote und gelbe Färbungen annehmen. So passt sich der Dackel perfekt jedem Waldboden an.

5. Das richtige Futter für Dackel

Eine große Gefahr für den Dackel sind Bandscheibenvorfälle, die durch Übergewicht hervorgerufen werden. Deshalb ist neben viel Bewegung für einen Dackel eine gesunde Ernährung besonders essentiell. Sie hängt wie bei allen Hunden von solchen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und Aktivität des Tieres ab. Zusätzlich solltest du aber bei Dackel genau darauf achten, dass die Belohnungen nicht überhand nehmen. Leckerlis für zwischendrin werden bei solch kleinen Hunden schnell zu einer zusätzlichen Mahlzeit, die sich auf den Rippen festsetzt und das Tier langfristig belastet.

6. Die Haltung eines Dackels

Du bist kein/e Jäger*in? Kein Problem, dein Vierbeiner kann sich trotzdem bei dir zuhause fühlen, wenn du folgende Tipps in seiner Haltung und Erziehung beachtest:

Dos

Dickköpfigkeit vorbeugen

Ein starker Wille kann etwas Schönes sein, er sollte aber nicht in ein unbezwingbares Gegenüber ausarten. Du bist der Chef und dein Hund sollte den nötigen Respekt vor dir, aber auch vor anderen, z.B. größeren Vierbeinern zeigen.

Regeln durchhalten

Konsequenz und Geduld sind die Schlüssel zum Dackel-Glück. Dein Hund sollte dir immer glauben, dass du deine Beschlüsse ernstmeinst.

Früh sozialisieren

Dackel können gut mit Kindern oder anderen Hunden leben, wenn… du sie dafür erzogen hast. Auch hier gilt: Gegenseitiger Respekt will gelernt sein.

Beschäftigung muss sein

Es gibt keine Möglichkeiten für deinen Dackel auf die Jagd zu gehen? Dann lass ihn apportieren, übe Tricks mit ihm oder macht gemeinsam Hundesport wie Agility. Die Bewegung tut dieser Rasse gut, stärkt ihre Muskeln und beugt späteren Rückenproblemen vor.

Schnüffeln erlaubt

Die feine Spürnase des Dackels liebt es Fährten zu folgen oder Dinge aufzuspüren. Das geht zur Not auch im Garten oder Haus.

Buddeln ist der Traum

Dackel graben dir gerne kostenlos den Vorgarten um. Sorge dafür, dass dein Vierbeiner einen Ort hat, an dem er diese Leidenschaft ausleben darf.

Don’ts

Kleintiere im Haushalt

Dein Hamster ist weg? Die unschuldigen Dackelaugen können durchaus lügen. Leider eignen sich Kleintiere nicht zur gemeinsamen Haltung mit Dackeln, da er diese als Jagdbeute behandelt. 

Schoßhund spielen

Dackel mögen zwar Streicheleinheiten, sind aber keine typischen Kuschelhunde. Du solltest wissen, worauf du dich mit deinem neuen Begleiter einlässt und ihn nicht als „kleinen Hund zum Schmusen“ verkennen.

Viele Treppenstufen

Je weniger Stufen es in deine Wohnung sind, umso besser für den Dackel. Sein Körperbau mag das Treppensteigen nicht und der Hund entwickelt dabei schnell eine der gefürchteten Bandscheibenvorfälle, die unter dem Namen Dackellähme bekannt sind.

7. Die Pflege eines Dackels

Neben der routinemäßigen Kontrolle von Augen, Ohren und Krallen gehört zur Dackelpflege ein regelmäßiges Bürsten. Langhaar-Vertreter dieser Rasse brauchen natürlich mehr Pflege als ihre kurzhaarigen Kollegen. Beide freuen sich aber, wenn du ihr Fell mehrmals die Woche von Verunreinigungen befreist. Gerade, wenn du viel im Wald unterwegs bist, verfangen sich an den kurzen Dackelbeinen gerne Parasiten, die du nicht als Mitbewohner haben möchtest.

Dackel außer Kontrolle – Leben im Griff

Unfälle und Missgeschicke mit Dackeln entstehen meist, weil der Hund entweder zu selbstbewusst war oder doch irgendwann aus Angst die Flucht ergreifen musste. Hat sich dein Vierbeiner in das Nachbarkind verbissen oder ist ein Fahrzeugschaden entstanden, weil zwei Autos vor dem kleinen Vierbeiner bremsen mussten? Für diese Fälle gibt es Hundehaftpflichtversicherungen wie Coya. Sie unterstützen dich bei finanziellen Forderungen von Geschädigten. Sieh dir am besten gleich an, wie du für ein Leben mit dem ehemaligen Jagdhund, der sich nicht so leicht unterbuttern lässt, vorsorgen kannst.

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