Deutscher Schäferhund Kopf

7 Fakten über den Deutschen Schäferhund

Der Deutsche Schäferhund ist die wohl berühmteste Rasse des Landes. Was macht den Charakter, das Aussehen und die Erziehung dieses Vierbeiners aus?

1. Die Abstammung des Deutschen Schäferhunds

Schäferhunde gab es wahrscheinlich schon im 7. Jahrhundert in Deutschland. Doch erst mit den Zuchtbemühungen des preußischen Hofrittmeisters Max von Stepanitz 1871 begann die offizielle Laufbahn dieser Hunderasse. Die beiden Rüden „Horand von Grafrath“ und sein Bruder „Luchs von Sparwasser“ gelten als Stammväter des Deutschen Schäferhunds. Ziel der Zucht war es damals vor allem, eine robuste Rasse heranzuzüchten, die ihre alten Hütegewohnheiten weitestgehend hinter sich lässt und stattdessen als gehorsamer Wach- und Arbeitshund zum Einsatz kommt.

Seinen Dienst verrichtete der Deutsche Schäferhund so gut, dass er im 20.Jahrhundert in Form von Kriegshunden an der Front, Wachhunden im Konzentrationslager und als Weggefährte Adolf Hitlers traurige Berühmtheit erlangte. Diese Instrumentalisierung der Rasse führte dazu, dass sie ihm Ausland lange unbeliebt blieb. Erst lange nach Kriegsende entschied man sich die vorläufige Bezeichnung des „Alsatian Dog“ (Elsässer Hund) wieder zugunsten des „Deutschen Schäferhunds“ zurückzunehmen. Aus dem typischen deutschen Gefolgshund ist mittlerweile ein beliebter Familienfreund geworden.

2. Die Zucht des Deutschen Schäferhunds

Erstmals legte Max Stepahnitz 1891 Rassestandards für den Deutschen Schäferhund fest. Heute führt der FCI ihn unter der Nummer 166 in der Gruppe der „Hütehunde und Treibhunde“. Es gibt sowohl schwarze, graue, rotgelbe, braune und weiße Schäferhunde. Die Zucht unterscheidet außerdem zwischen Langstockhaarigen und Stockhaarigen Hunden.

Das Aussehen des Deutschen Schäferhunds stand lange Zeit nicht im Mittelpunkt der Zuchtbemühungen. Vielmehr ging es um den Charakter der Vierbeiner. Während der Teilung Deutschlands legten Züchter im Westen jedoch vermehrt ein Augenmerk auf  äußere Schönheit, so kam es zur sogenannten Hochzucht im Vergleich zur Leistungszucht des Ostens. 

Wenn du dich heute für den Kauf eines Deutschen Schäferhundes interessierst, kann dich z.B. der „Züchterverein Deutscher Schäferhund des VDH“ oder der des SV beraten. Welpen kosten in der Regel etwa 800 Euro. Die Gesundheit der Tiere hat mit zunehmender Verbreitung der Rasse gelitten. Seriöse Züchter versuchen jedoch, folgenden Problemen durch gezielte Auswahl der Elterntiere entgegen zu wirken:

Typische Erbkrankheiten des Schäferhunds

  • Lahmheiten aufgrund von degenerativer lumbosakraler Stenose, Ellenbogendysplasie oder Hüftdysplasie
  • Augenerkrankungen
  • Innenohrerkrankung, kongenitales Vestibularsyndrom
  • (Horn-) Hauterkrankungen wie Schäferhundpyodermie und –keratitis
  • Allergien
  • Rückenmarkserkrankung, degenerative Myelopathie 

3. Der Charakter des Deutschen Schäferhunds

Längst keine Schafe mehr in Sicht, doch was bewacht dieser Rassehund heute gerne? Und was macht das Wesen des Deutschen Schäferhundes sonst noch aus?

Intelligenz

Dieser Hund weiß, was er will. Deutsche Schäferhunde haben eine schnelle Auffassungsgabe und hohe Lernfähigkeit.

Ausdauer

Der Deutsche Schäferhund hält lange durch und verrichtet seine Aufgaben sorgfältig. Er ist gezüchtet, um Belastungen standzuhalten und muss das heute zum Glück nicht mehr an der Front.

Temperament

Deutsche Schäferhunde sind durchaus mutige, robuste Hunde, die Bewegung lieben. Ausgiebige, körperliche Aktivitäten gehören unbedingt zum Leben mit diesem Vierbeiner. Am wohlsten fühlt er sich noch immer noch auf einem Hof oder in einem Haus mit großem Garten. Kleine Stadtwohnungen setzen voraus, dass du deinen Schäferhund viele Stunden am Tag in der freien Natur beschäftigst.

Arbeitspathos

Gehorsam ist tief in die Genetik des Deutschen Schäferhunds eingebrannt. Daher eignet er sich sehr gut als Dienst- und Schutzhund. Er übernimmt Aufgaben bei der Rettung, beim Zoll, der Polizei oder beim Militär. Auch als Blindenführer, Lawinenspürhund und Therapiebegleiter ist er im Einsatz.

Freundlichkeit

Der Vierbeiner, der einst als Kommissar Rex das Fernsehen eroberte, ist sehr menschenbezogen. Familien schätzen ihn als treuen Begleiter und kinderlieben Spielpartner. Ins Gegenteil schlägt dieser Charakterzug nur um, wenn der Schäferhund vernachlässig wird: Dann können diese Tiere durchaus zu aggressivem Verhalten tendieren. 

4. Das Aussehen des Deutschen Schäferhunds

Der Weiße Schäferhund ist mittlerweile eine eigene Rasse. Normalerweise sind Tiere dieser Art jedoch braun, gelb, grau-schwarz oder schwarz. Deutsche Schäferhunde können eine Widerristhöhe von 65 cm erreichen, die Hündinnen sind mit maximal 60 cm etwas kleiner. Dabei wiegen sie bis zu 32 kg, ihre männlichen Kollegen bis zu 40 kg. Ihr Fell ist robust und kurz. Eine dichte Unterwolle sorgt für ordentliche Wärme. Bei Langstockhaartypen bildet das Fell an Rute, Läufen und Ohren buschige Fahnen und Hosen. Die Stockhaarhunde verfügen über ein fest anliegendes Fell.

Der Körperbau des Deutschen Schäferhunds ist lang gestreckt und muskulös, er wirkt sehr athletisch. Sein Kopf ist keilförmig und seine schwarze Nase streckt sich dem Gegenüber freudig entgegen. Das Gebiss dieses Rassehundes ist recht ausgeprägt, seine dreieckigen Ohren stehen leicht nach vorne ab, die Augen sind dunkel. 

5. Das richtige Futter für Schäferhunde

Zwar sollten alle Deutschen Schäferhunde ausreichend mit gesundem Hundefutter versorgt werden, die Arbeitstiere haben aber einen zusätzlichen Energiebedarf. Je nachdem, wie hoch die Aktivität deines Vierbeiners auch privat ist, solltest du die Futtermenge anpassen. Übergewicht ist für diesen Hund ein echtes Problem, denn er ist ohnehin durch erbbedingte Gelenkbeschwerden vorbelastet. Dies solltest du auch im Kopf behalten, wenn du einen Schäferhundwelpen kaufst. Achte darauf, dass der kleine Hund nicht übermäßig schnell wächst, da dies ebenfalls Gelenkprobleme fördert. Dein Züchter sowie dein Tierarzt können dich beim Aufstellen eines Ernährungsplans beraten.

6. Die Haltung eines Deutschen Schäferhunds

Ein Deutscher Schäferhund zieht bei dir ein. Doch was will der ehemalige Hütehund heute? Hier die Tipps für die Erziehung und Haltung deines neuen Mitbewohners:

Dos

„Brauche mich!“

Im Deutschen Schäferhund steckt ein Gebrauchshund. Dementsprechend will er auch in der Familie eine Aufgabe. Wenn du ihn nicht mit offiziellen Tätigkeiten wie als Polizei- oder Rettungshund beschäftigst, solltest du ihm viel Aufmerksamkeit schenken. Diese Hunde müssen geistig und körperlich ausgelastet werden.

Sport ist niemals Mord

Radfahren, lange Wanderungen, Hundesport oder Fährtensuche. Der Deutsche Schäferhund wird alles mitmachen, was du ihm an Bewegung bieten kannst.

Don’ts

Erholung ja, zu viel Ruhe nein

Ausgelastete Hunde genießen es, sich vom Training zu erholen. Nur herumliegen mag ein Deutscher Schäferhund aber nicht.

Als Anfänger erziehen

Der Deutsche Schäferhund mag es zwar zu gehorchen, die Erziehung ist aber dennoch anspruchsvoll. Am besten übernimmt dies ein/e erfahrene/r Hundehalter*in.  Dann sind Geduld, Konsequenz und Auslastung die Schlüsselworte.

Kein Grün in Sicht

Dieser Hund ist kein Stadtbewohner. Er braucht große Grünflächen und Wald, um sich wohlzufühlen. Am besten ist natürlich ein eigener Garten, in dem er auch einmal selbst herumtollen kann.

7. Die Pflege eines Deutschen Schäferhunds

Ob stockhaariger oder langstockhaariger Schäferhund – beide brauchen regelmäßige Fellpflege. Im längeren Haar verfangen sich natürlich besonders gerne Parasiten, das kurze Fell ist dagegen eher pflegeleicht. Mit einer Bürste kannst du deinen Vierbeiner von Verschmutzungen und unerwünschten Mitbewohnern befreien. Außerdem solltest du regelmäßig seine Krallen, Augen und Ohren kontrollieren. Reinige diese oder kürze sie, wenn es nötig ist. Dann steht einer artgerechten Haltung deines Vierbeiners nichts mehr im Weg.

Wenn der Deutsche Schäferhund für Aufregung sorgt…

Dein Vierbeiner hatte heute einen sehr langweiligen Tag, weil du viel gearbeitet hast. Nun stürmt er los, reißt die Wäscheleine der Nachbarn um und ruiniert ein teures Seidenkleid. Auch mit dem liebeswürdigsten und treusten Gefährten kann es manchmal zu Unfällen kommen. Im besten Fall hast du durch eine Haftpflichtversicherung wie die von Coya vorgesorgt. Sie übernimmt im Schadensfall finanzielle Forderungen. Überlege dir also am besten vor Anschaffung eines Deutschen Schäferhundes, welche Sicherheiten du für ein Leben mit deinem neuen Vierbeiner brauchst.

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