Französische Bulldogge

Wie gesunde Hundeernährung aussieht - einfache Tipps für den Alltag

Groß, klein, alt, jung – jeder Hund hat einen anderen Energiebedarf. Doch wieviel Futter braucht ein Hund? Lerne alles über die ideale Futtermenge für Hunde.

Dein Hund frisst nur unwillig oder verweigert gar das Futter? Vielleicht ist es nicht das richtige! Du willst natürlich, dass dein Vierbeiner möglichst lange fit bleibt, dafür ist seine Ernährung der Schlüssel. Doch was macht gesunde Hundeernährung aus? Was gilt es in Sachen Welpenfutter und  ausgewachsene Hunde zu beachten? Wieviel Futter braucht ein Hund überhaupt? Antworten auf all diese Fragen findest du im folgenden Text:

Was gesundes Hundefutter ausmacht

Gerade frisch gebackene Hundehalter*innen wissen oft noch nicht, welches Futter sie kaufen sollen. Der Markt ist riesengroß, außerdem hast du schon von solchen Dingen wie veganer Hundeernährung oder BARFEN gehört. Was ist denn überhaupt gesund für Hunde? Dazu einige grundsätzliche Regeln:

1. Eine unverschlüsselte Zutatenliste 

Die Hundefutter-Verpackung verspricht dir immer das Beste für deinen Vierbeiner. Doch was enthält sie wirklich? Eine Herausforderung für Hundeanfänger*innen ist sicherlich das Lesen der Inhaltsstoffe. Hochwertige Zutaten sind im Idealfall genau benannt, also z.B. nicht „Getreide“, sondern Weizen oder Hafer. Hinter der Bezeichnung „tierische Nebenerzeugnisse“ verstecken sich meist Schlachtabfälle wie Knorpel oder Sehnen. Wenn du dir unsicher bist, frag beim Hersteller nach. Verweigert er die Auskunft, ist von diesem Hundefutter abzuraten.

2. Der richtige Mix

Hunde brauchen Eiweiße, aber auch Vitamine, Spurenelemente und einen geringen Anteil Kohlenhydrate. Ein guter Eiweißlieferant ist gewöhnlich Muskelfleisch, Ei oder Leber. Spurenelemente finden sich beispielsweise auch in Fleisch, aber genauso in bestimmten Getreidearten, Hülsenfrüchten, Hefe oder Nüssen. Vitamine zieht der Magen hauptsächlich aus pflanzlichen Produkten, Kohlenhydrate beispielsweise aus gekochten Kartoffeln oder rohem Obst.

3. Die Getreide-Frage

Lange galt Getreide in Hundefutter grundsätzlich als schlecht oder krankmachend. Heute weiß man, dass es auf den richtigen Anteil ankommt. Dieser sollte immer deutlich unter dem Fleisch liegen, damit dein Hund die Nahrung gut verdauen kann. Manche Vierbeiner haben Allergien gegen bestimmte Getreidesorten, diese gilt es dann herauszufinden und künftig zu meiden.

4. Die vegane oder vegetarische Ernährung als Option

Manche Hundehalter*innen schwören auf diese zunächst nicht unbedingt naheliegende Art der Hundeernährung. Tatsächlich kann dein Vierbeiner alle lebenswichtigen Inhaltsstoffe auch aus Obst, Getreide und Gemüse ziehen. Dafür musst du ihn aber sehr gut kennen und dich ausführlich mit fleischloser Ernährung beschäftigt haben. Wichtig ist, dass ihm durch dabei keine Nährstoffe fehlen.

5. Eine möglichst geringe Menge Zusatzstoffe

Wenn du das Hundefutter selbst kaufst, ist ein klares Qualitätsmerkmal, wieviel Zusatzstoffe enthalten sind. Hersteller setzen manchmal wie bei menschlichen Fertigprodukten auf Geschmacksverstärker, Konservierungs- und Farbstoffe, um das Futter für unser Auge attraktiver wirken zu lassen. Meide diese Inhaltsstoffe, wenn möglich!

6. Das Wohlbefinden deines Hundes

Futter kann sehr individuell sein. Daher ist eine gute Beobachtung essentiell, um herauszufinden, was dein Hund fressen sollte. Bei Unverträglichkeiten entwickelt er beispielsweise Durchfall, Fellprobleme oder Allergien. Achte auch darauf, ob er gerne und regelmäßig frisst.

7. Ein gesunder Hundekot

Im Idealfall ist der Kot deines Hundes in Konsistenz, Geruch und Farbe nicht auffällig. Ist dies doch der Fall, verträgt er das aktuelle Futter eventuell nicht so gut. 

Hochwertige Zutaten verringern beispielsweise den Gestank.

8. Das BARFen als Option

Beim BARFen setzt du auf eine größtenteils fleischhaltige Hundeernährung aus rohen Zutaten. Entscheidend ist, dass du dich damit ausführlich beschäftigt hast. Ohne Vorkenntnisse ist diese Art des Fütterns nicht möglich. Auch hier gilt es, Mangelerscheinungen zu vermeiden. Ebenso können Futtermittelallergien wie z.B. auf Rindereiweiß problematisch werden. Es ist also eine Frage der Übung und des Wissenstands, ob BARFen gesund für dein Tier ist. 

9. Das Vermeiden bestimmter Lebensmitteln

Manche Lebensmittel sind für Hunde gefährlich oder ungesund:

  • Zucker
  • Schokolade
  • Zwiebeln
  • Trauben oder Rosinen
  • Kartoffeln (roh)
  • Avocado 
  • Kerne aus Steinobst 
  • Knochen von Geflügel
  • Schweinefleisch (roh)

10. Die Abwechslung

Hunde sollten nicht immer dasselbe Futter fressen. Ihr Körper freut sich genau wie unserer über neue Vitamin-, Eiweiß- und Kohlenhydratquellen sowie Spurenelemente. Wenn du selbst Hundefutter kochst, ist die Abwechslung leichter einbaubar. Wenn du Hundefutter kaufst, solltest du immer mal wieder neue Dinge ausprobieren, jedoch nicht wild zwischen Anbietern oder Nass- und Trockenfutter hin- und her wechseln. Das verwirrt die Verdauung deines Vierbeiners. Ein Mittelweg aus Kaufen und Selbstmachen kann aber sinnvoll sein.

Das richtige Welpenfutter

Zunächst ernähren sich Welpen von der Muttermilch. Doch ab der 5. Woche beginnen sie, sich für Hundefutter zu interessieren.

Wie lange und wie viel Welpenfutter füttern?

Ab der 9. Lebenswoche endet die Versorgung mit der gesunden Muttermilch bei allen Rassen. Danach sollten kleine Hunde 9 Monate Welpenfutter bekommen, mittelgroße oder große Vierbeiner bis zu 24 Monate lang. 

Am besten sprichst du die Futtergabe mit deinem Tierarzt ab und kontrollierst regelmäßig, ob das Wachstum und der Gewichtszuwachs deines Hundes der Standardkurve entsprechen. Manche Welpenfutter-Verpackungen weisen die empfohlene Futtermenge exakt aus.

Was ist gesundes Welpenfutter?

Bei der Ernährung von jungen Hunden kommt es darauf an, ihren Energiebedarf für das Wachstum zu stillen. Deshalb enthält Welpenfutter viel Rohprotein und Rohfett sowie Mineralstoffe und Vitamine. Meist probieren sich die Welpen zunächst an Nassfutter aus, da dieses leichter zu zerkauen ist. Bei dem im Laden erhältlichen Welpenfutter ist ein hoher Fleischanteil selbstverständlich. Manche Rassen benötigen zusätzliches Eiweiß und somit ein spezielles Welpenfutter. Dazu gehören z.B. Bernhardiner und Dogge.

Wieviel Futter braucht ein ausgewachsener Hund?

Das Hundefutter macht nicht umsonst einen Anteil von bis zu 20- 150 Euro bei den Haltungskosten aus. Bei kleinen Hunderassen steigst du bereits nach 6 Monaten auf die Erwachseneren-Ernährung um, bei mittelgroßen Hunden etwa bei 12 Monaten, bei großen erst nach 24. Die richtige Futtermenge hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Alter
  • Gesundheitszustand
  • Größe
  • Aktivität

Ist dein Hund gesund und bewegt er sich normal, dann frisst er in der Regel etwa 2,5% seines Körpergewichts pro Tag. Ältere Tiere fressen weniger, hast du ein besonders aktives oder großes Tier kann die optimale Futtermenge bei bis zu 5% liegen. Überprüfe von Zeit zu Zeit, ob dein Hund genügend „auf den Rippen hat“. Dazu streichelst du einfach über seinen Rücken. Steht die Wirbelsäule oder einzelne Rippen deutlich hervor, dann hat dein Tier womöglich Untergewicht. Spürst du diese Knochen gar nicht mehr, dann ist er übergewichtig. Eine gesunde Hundeernährung sollte weder das eine noch das andere Extrem hervorbringen.

Wann ist Zeit für eine altersgerechte Nahrungsumstellung?

Ältere Hunde fressen weniger. Sie benötigen aufgrund von Altersproblemchen auch ein dementsprechend anderes Futter, das z.B. gegen Zahnstein hilft. Du kannst deinen Vierbeiner mit der richtigen Ernährung unterstützen. Du wirst selbst merken, wenn dein Hund älter wird. 

Der richtige Zeitpunkt für eine Nahrungsumstellung liegt meist nach etwa drei Viertel seines zu erwartenden Lebensalters. Dies ist bei kleinen Hunden in der Regel später als bei großen: 7-10 Hundejahre sollte dein Vierbeiner im Idealfall „normal“ fressen, danach ist Seniorenernährung angesagt.

Wie füttere ich meinen Hund gesund?

Zunächst sorgst du für Regelmäßigkeit: Bei ausgewachsenen Tieren reicht es, wenn du ihnen einmal am Tag Futter bereitstellst. Der Hundekörper gewöhnt sich nach und nach an einen bestimmten Tages- und Verdauungsablauf. Außerdem gehört frisches Wasser zur Ernährung dazu – besonders, wenn du dich für reines Trockenfutter entscheidest. Wenn du kannst, füttere deinen Vierbeiner, wenn du selbst gerade isst, also z.B. am Mittagstisch. So vermeidest du Betteln. 

Gesundes Futter hat Zimmertemperatur und kommt nicht direkt aus dem Kühlschrank. Außerdem sollte es nicht zu lange lagern, um Bakterien oder Keimen keine Chance zu geben. Die Menge sollte immer individuell nach obigen Faktoren auf deinen Hund abgestimmt sein. Lässt er etwas übrig, dann leere seinen Napf. Nach dem Fressen braucht der Organismus Ruhe, warte also mit Spielen oder Spaziergängen bis dein Hund das Fressen verdaut hat. Stimmt irgendetwas nicht, verweigert dein Vierbeiner die Nahrung? 

Dann solltest du immer einen Tierarzt aufsuchen. Einmal in der Woche einen Fastentag einzulegen, den du als Halter*in festsetzt, entspricht dagegen der Natur deines Hundes. Diese Routine ist für ihn gesund, da er in dieser Zeit unnötige Reserven abbaut. 

Wenn die Hundeverdauung Ärger macht…

Dein Vierbeiner hat sein Futter nicht vertragen und übergibt sich auf das neue Sofa deiner Freunde? Er hat Durchfall und hinterlässt eine Spur im Auto deines Arbeitskollegen? Solche Ärgernisse, die bei falscher Ernährung oder im Krankheitsfall auftreten, können teuer für Halter*innen werden. Doch eine Hundehaftpflicht kann helfen. Bei Coya sind Sachschäden, die dein Vierbeiner verursacht, bis zu deiner gewünschten Versicherungssumme abgedeckt. Informiere dich jetzt, in welchen Fällen eine Hundehaftpflicht noch einspringt.

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