Dackel liegt auf einer Decke

Vertrauenssache Hundekauf – welcher Züchter ist der Richtige?

Ein Rassehund vom Züchter soll bei dir einziehen. Aber die Qual der Wahl lässt dich nicht schlafen. Woran erkennst du einen seriösen Hundezüchter?

Du willst nicht irgendeinen Hund kaufen, sondern hast dich für eine bestimmte Rasse entschieden? Dann ist es naheliegend, wenn du deinen Vierbeiner von einem Züchter holst. Je nachdem, wo du lebst und welche Hunderasse du spannend findest, gibt es womöglich mehrere Züchter zur Auswahl. Doch wo solltest du deine Welpen kaufen und auf was musst du achten, wenn du erwachsene Hunde vom Züchter adoptierst? Lies im Folgenden zehn Tipps, die dir bei der Wahl deines neuen besten Freundes auf vier Pfoten behilflich sind:

10 Tipps zur Wahl eines Hundezüchters

Hundekäufer, die auf unseriöse Anbieter hereingefallen sind, hatten oft im Voraus schon ein ungutes Bauchgefühl. Einige Tricks der Betrüger sind leicht zu durchschauen: So solltest du beispielsweise nie Geld im Voraus überweisen, weder für den Besuchstermin noch für den Hund selbst. Einen Hund anzuschaffen, der von einem guten und seriösen Züchter kommt, das ist dein Wunsch? Dann achte am besten auf folgende Tipps, ehe du einen kleinen Hund oder einen älteren vom Züchter kaufst:

Informiere dich vorab und nimm persönlich Kontakt auf!

Bei einer Recherche im Internet wirst du schnell auf mögliche Züchter in deiner Umgebung stoßen. Vielleicht kennst du bereits Hundebesitzer, die dir einen vertrauenswürdigen Kontakt vermitteln können. Sieh dir die Homepage des Website genau an. Wie wird die Zuchtstätte dargestellt? Ist dir der Betrieb sympathisch? Möchtest du den Menschen, die du dort siehst, einen Hund abkaufen?

Wenn du ein gutes Gefühl bei einem Züchter hast, dann ist der nächste Schritt die persönliche Kontaktaufnahme. Du kannst entweder eine E-Mail schreiben oder direkt anrufen. Am besten du notierst dir vorher einige Fragen. Im ersten Gespräch, ob schriftlich oder am Telefon, sollte es noch nicht um einen konkreten Kauf gehen. Versuche, mit dem Züchter ins Gespräch zu kommen, dich über ihn und seine Tiere näher zu informieren und vereinbare dann einen ersten Besuchstermin. Es gilt: Seriöse Züchter beantworten deine Frage gerne und freuen sich immer über das Interesse. Misstrauisch solltest du werden, wenn die Gegenseite ausweichend reagiert und nichts über ihre Hunde preisgeben will.

Lass dir die Räumlichkeiten der Zuchtstätte zeigen!

Die Zuchtstätte verrät sehr viel über den Züchter. Deshalb solltest du dir bei deinem ersten Besuch alles zeigen lassen, bevor du einen Hund kaufst. Ein gutes Zeichen ist es bereits, wenn der Züchter dich bereitwillig herumführt und deine Fragen beantwortet. Außerdem solltest du auf folgendes achten:

Sauberkeit

Natürlich sind Räume, in denen Hunde leben, nie klinisch rein. Trotzdem sollten gewisse Hygienestandards eingehalten werden und die Räume freundlich und hell wirken.

Dauerzustand oder Momentaufnahme?

Wenn du den Eindruck hast, der Züchter hat extra für dich aufgeräumt oder führt dich in einen abgelegenen Teil des Grundstücks, der als einziger ordentlich ist, stimmt etwas nicht. Am besten du kommst mehrmals vorbei, um das zu überprüfen.

Sieh dir die Haltungsbedingungen der Hunde genau an!

Womöglich hat die Hündin bei deinem ersten Besuch noch nicht geworfen und du kannst dich ganz auf die anderen dort lebenden Tiere konzentrieren. Zwei Punkte sind bei den Haltungsbedingungen zentral:

Familienanschluss

Wenn du einen Welpen kaufst, wird er zunächst beim Züchter sozialisiert. Der Hund sollte also sowohl an Menschen gewöhnt sein als auch unterschiedliche Umgebungen und Tiere kennenlernen. Gibt es eine enge Bindung zum Haushalt? Dürfen die Vierbeiner auch einmal ins Freie? Kennen sie bestimmte Geräusche und Alltagssituationen wie Autofahren bereits?

Fütterung

Besonders beim Welpenkauf spielt die Ernährung eine wichtige Rolle. In den ersten zehn Lebenswochen lebt der neugeborene Hund von der Muttermilch. Danach ist der Züchter für eine nährstoffreiche Ernährung verantwortlich. Frag nach, ob er dich in Sachen Futter beraten kann. Viele Züchter geben auch einen Futteranteil mit dem Welpen ab, damit dieser in den ersten stressigen Wochen nicht auch noch eine Ernährungsumstellung mitmachen muss. 

Achte darauf, was der Hunde-Züchter dich fragt!

Ein verantwortungsvoller Züchter will wissen, an wen er seine Hunde verkauft. Fragen zu deinem Lebensalltag, deiner Arbeit und deiner Umgebung gehören zu einem ersten Gespräch dazu. Züchten ist mit viel Arbeitsaufwand und großem Engagement verbunden, daher sollte es dich misstrauisch machen, wenn ein Verkäufer sich gar nicht für dich interessiert. Seriosität bedeutet auch, ungeeignete Käufer abzulehnen oder sie entsprechend anders zu beraten. Der Züchter kann dir nämlich am besten sagen, welcher Welpe dem Charakter nach zu dir passt. Dazu muss er allerdings erst einmal herausfinden, wer du bist.

Frage nach den tierärztlichen Voruntersuchungen und Impfungen!

Natürlich willst du, dass dein Hund gesund ist. Wenn du einen älteren Hund vom Züchter kaufst, sind diese Fragen meist besonders wichtig, aber auch die Kleinsten sollten bereits bei Übergabe geimpft, entwurmt und gechipt sein. Was heißt das konkret?

Impfungen

ab der 8.Woche 

gegen Staupe, Parvirose, Hapatitis und Leptospirose

nachweisbar im Impfpass

Mikrochip

vom Tierarzt mit dem Heimtierausweis erhalten

Entwurmungen

Standarduntersuchung beim Tierarzt

Lass dir unbedingt die Adresse und Telefonnummer des Tierarztes geben!

Verbringe Zeit mit deinem zukünftigen Welpen!

Einen Welpen kaufen darfst du in Deutschland frühestens ab der 8.Lebenswoche. Will der Züchter ihn dir früher anbieten, ist das unverantwortlich. Um deinen neuen Mitbewohner etwas besser einschätzen zu können, solltest du ihn in Ruhe kennenlernen. Deine Alarmsirenen sollten angehen, wenn der Welpe apathisch wirkt, körperliche Beschwerden zeigt oder sehr ängstlich ist. Gewöhnlich sind junge Hunde neugierig und wollen wissen, wer sie da besucht. Achte beim Spielen nicht nur auf das Verhalten des Welpen, sondern auch den Zustand seines Fells und seiner Augen. 

Frage nach der Mutter und ihrer Rasse!

Die Mutterhündin des Wurfs sollte gesund sein und einen harmonischen Umgang mit dem Züchter haben. Kriminelle Welpenhändler trennen die Mutter zu früh von den Kleinen und gehen oft schroff mit den Tieren um. Sie zeigen dir dann womöglich irgendeine Hündin und wollen sie als Mutter des Wurfs ausgeben. Hier ist genaue Beobachtung gefragt.
Frage außerdem nach folgenden Fakten über die Mutter:

Alter

Die Hündin sollte zwischen zwei bis maximal acht Jahren alt sein. 

Geburt

Ist alles gut verlaufen? Kümmert sich der Züchter um das Tier, wenn es Komplikationen gab?

Wurf-Häufigkeit

Unseriöse Anbieter sind an ständiger „Welpenproduktion“ interessiert, ein Wurf pro Jahr ist für das Tier ideal, bis zu drei sind je nach Haltebedingungen in Ordnung.

Rasseeigenheiten

Welche Besonderheiten hat diese Rasse? Gab es persönliche Gründe für den Züchter, sich für diese zu entscheiden?

Informiere dich über die Mitgliedschaft des Züchters in einem Verein!

Im Idealfall kannst du die Zugehörigkeit zum Rasseverband (VDH, Verein für das Deutsche Hundewesen) vorher bereits im Internet überprüfen. Diese Mitgliedschaft erhalten Verkäufer, die anerkannte Rassen züchten. Zusätzlich sind viele Züchter in offiziellen Rassehundevereinen zusammengeschlossen. Recherchiere genau, welche Zugehörigkeit dein Züchter hat und frag auch nach seinen Mitgliedspapieren. Der jeweilige Verein lässt auch Rückschlüsse zu, ob der Verkäufer Rassestandards zum gesundheitlichen Nachteil der Hunde forciert. Von sogenannten „Überzüchtungen“ solltest du Abstand nehmen.

Bestehe auf den notwendigen Papieren!

Die Vorlage aller nötigen Papiere ist für einen seriösen Züchter kein Problem. Neben den Gesundheitstests und Impfpapieren sollte es eine Ahnentafel geben. Außerdem muss der Kaufvertrag gewisse Standards erfüllen. Dazu gehört selbstverständlich die Nennung des Kaufpreises. Dieser liegt bei Rassehunden meist zwischen 800 bis 1200 Euro.

Bitte um ein Wiedersehen!

Ein Kennenlernen ist schön, doch manchmal überwältigt die Niedlichkeit der Welpen den Käufer und er kann sich nicht auf das Wesentliche konzentrieren. Daher gibt es nur eine Lösung: Du solltest wiederkommen. Wenn du dich dagegen zum Kauf gedrängt fühlst oder ein weiterer Besuchstermin aus dubiosen Gründen unmöglich ist, dann sei lieber vorsichtig. 

Schließlich liegt es auch im Interesse des Züchters, dich besser kennenzulernen. Einen Hund zu kaufen sollte niemals wie ein Warentausch ablaufen, sondern eher wie ein langwieriges Bewerbungsgespräch, bei dem beiden Seiten ehrlich und zuvorkommend sind. 

Vielleicht merkst du, dass der Züchter noch nicht der richtige ist, dann sieh dich lieber weiter um und fahre auch einmal weitere Strecken. Es lohnt sich, deinen neuen Mitbewohner sorgfältig auszuwählen! Wenn du einen Welpen kaufst, wird er schließlich 10 bis 15 Jahre an deiner Seite sein. Entscheidest du dich für den Kauf eines erwachsenen Hundes vom Züchter, dann ist sein Charakter bereits besonders ausgeprägt und das intensive Kennenlernen umso wichtiger.

Der Welpe vom Züchter kommt nach Hause

Im Idealfall hält der Züchter auch nach dem Kauf noch Kontakt zu dir. Er freut sich bestimmt über Fotos und Anekdoten, die Verantwortung liegt jedoch nach der Übergabe bei dir. Deshalb ist es sinnvoll, sich früh über eine Hundehaftpflicht zu informieren. Welpen sind in der Regel noch einige Monate über die Mutterhündin mitversichert. Bei Coya gilt dieser Welpenschutz sogar ein ganzes Jahr. Danach wird es ernst und Sachschäden oder Unfälle können leider immer passieren. Schau dir also am besten noch vor dem Hundekauf an, welche Versicherungen passend für dich und deinen neuen Mitbewohner sind.

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