Kleiner Hund mit Leine

Hundesteuer: Alles Wissenswerte zur Anmeldung

Hamburg, München oder Berlin – die Hundesteuer ist überall unterschiedlich hoch. Aber wieso überhaupt zahlen? Alle Antworten zur Hundesteuer findest du hier:

Wenn du dir einen Hund anschaffst, wirst du höchstwahrscheinlich Hundesteuer zahlen müssen. In Deutschland meldest du deinen Vierbeiner beim Finanzamt der Kommune an. Die konkreten Kosten sind jedoch sehr unterschiedlich, je nachdem ob du beispielsweise in Hamburg, München oder Berlin Hundesteuer zahlst. Lies im Folgenden, welche Halter von der Steuer befreit sind, wie hoch der Betrag ist und wieso es die Hundesteuer überhaupt gibt.

Wozu dient die Hundesteuer?

Offiziell gibt es die Hundesteuer in Deutschland seit Beginn des 19.Jahrhunderts. Du zahlst diese sogenannte Aufwandssteuer an deine Kommune. Die Bezeichnung täuscht jedoch vor, dass die Stadt das Geld entsprechend für den „Aufwand“ ausgeben muss, den die Hundehaltung verursacht. Dazu zählen z.B. die Müllabfuhr, die Pflege von Grünflächen oder die Bereitstellung von Kotbeuteln. 

Tatsächlich darf die Kommune die Hundesteuer nutzen, wie sie möchte. So füllt dieser Beitrag der Hundehalter oftmals leere Kassen auf und trägt dazu bei, dass Kindergärten oder Schwimmbäder erhalten werden können.

Der Zweck der Hundesteuer ist nicht nur die Unterstützung der Städte, sondern auch die Eindämmung der Hundehaltung. Deshalb kostet dich ein zweiter oder dritter Hund auch mehr als dein erster. Die Tierhaltung gilt nach dem Gesetz als Luxus. In größeren Städten wie Hamburg oder Berlin Hundesteuern zu zahlen, ist dementsprechend teurer, da die Hemmschwelle für den Kauf eines Vierbeiners hoch sein soll.

Wer zahlt Hundesteuer – wer nicht?

Wenn du dir privat einen Hund kaufen möchtest, dann solltest du dich vorab in deiner Gemeinde über die Hundesteuer informieren. Das Finanzamt ist für die Festlegung der Beitragssätze zuständig. Die Hundesteuer zahlst du jährlich oder vierteljährlich und pro Hund, der bei dir im Haushalt wohnt. Für die Anmeldung deines Vierbeiners bei deiner Kommune sind meist nur wenige Klicks nötig:

Wie melde ich meinen Vierbeiner für die Hundesteuer an?

Erkundige dich vorab bei deinem Finanzamt über die Kosten für die Hundesteuer und den Anmeldezeitpunkt. Wenn ein Vierbeiner nicht angemeldet ist, droht eine Strafzahlung von mehreren tausend Euro für diese Ordnungswidrigkeit. Je nach Gemeinde kann die Frist für die Anmeldung sehr unterschiedlich ausfallen, in der Regel sind es jedoch einige Wochen vor dem Einzug deines neuen Mitbewohners. Am besten gehst du einfach auf die Internetseite deiner Kommune und suchst nach dem Thema „Hundesteuer“. Dann kannst du bequem in wenigen Klicks alle nötigen Formulare herunterladen und ausfüllen. 

Das Finanzamt zieht die Steuer nun – je nach Wohnort – ein bis viermal im Jahr ein. Du bekommst eine Steuermarke für deinen Hund. Diese wird dir entweder per Post zugesandt oder per E-Mail. Sie muss immer gut sichtbar getragen werden, wenn du dein Grundstück oder deine Wohnung mit deinem Vierbeiner verlässt. 

Wer ist von der Hundesteuer befreit?

Nicht für alle Hunde musst du Steuern zahlen. Neben deinen eigenen Lebensbedingungen, ist es nicht unwichtig, wo du deinen Hund kaufst und welche Rolle er für das öffentliche Leben spielt. Hier die Fälle, in denen du unter Umständen je nach Kommune keine Hundesteuer entrichten musst:

Empfänger des Arbeitslosengeldes II.

Wer nachweisen kann, dass die Hundesteuer seine Existenz bedroht, kann sich in manchen Städten von der Zahlung befreien lassen.

Hunde aus dem Tierheim

Mancherorts gilt: Wer einen Vierbeiner aus der Tierrettung holt, der muss vorübergehend keinen Beitrag zahlen. So sind Halter in Berlin von der Hundesteuer ein Jahr lang befreit.

Blindenhunde

Ist der Hund mehr als nur ein guter Begleiter, sondern hat noch einen wichtigen Job, dann zahlst du auch keine Steuern. Dies gilt auch für Menschen mit Schwerbehindertenausweis, in denen die Kennzeichen „H“, „aG“ oder „B“ aufgeführt sind.

Polizei- und Spürhunde

Von Beruf aus Hund, ob zur Bergnotrettung, am Zoll oder in der Einsatzstaffel der Polizei –dein Vierbeiner  ist mehr als ein privater Schmusefreund.

Jagdhunde

Ein ausgebildeter Jagdhund kann je nach Wohnort ebenfalls von der Hundesteuer befreit sein.

Achtung: Viele Gemeinden führen in der Öffentlichkeit Kontrollen durch und überprüfen, ob dein Hund eine Steuermarke trägt.  Es ist also nicht ratsam, zu versuchen,  die Steuerpflicht zu umgehen. Die Strafe kann sich auf ein Bußgeld von bis zu 10 000 Euro belaufen.

Welche Hundesteuer Kosten kommen auf mich zu?

Du hast sicher schon gemerkt: Es ist sehr wichtig für die Hundesteuer, wo du wohnst. Die Kosten in Großstädten sind meist höher, da die Gemeinden die Hundehaltung eindämmen wollen. Außerdem zahlst du mehr für einen Zweit- oder Dritthund. 

Ein besonderer Fall ist ein sogenannter „Listenhund”. Jedes Bundesland legt selbst fest, welche Rassen auf dieser Liste stehen. Es handelt sich meist um Kampfhunde oder andere Vierbeiner, die als „gefährlich“ gelten. Der Begriff und die Festlegung dieser Rassen sind sehr umstritten. Dennoch kann es dir passieren, dass du dementsprechend mehr Hundesteuern zahlen musst, wenn du dich für einen Listenhund wie eine Dogge oder einen Bull Terrier entscheidest. Wer einen schmalen Geldbeutel hat, für den kann eine entsprechende Rasse durch diese Regelung unerschwinglich werden, denn mancherorts zahlst du bis zu 1000 Euro für deren Haltung. 


Der Gesetzgeber will mit dieser Regelung die Bevölkerung schützen. Oftmals gibt es neben dem Beißverhalten auch einen Wesenstest für deinen Vierbeiner, in dem ihr zusammen beweisen könnt oder vielmehr müsst, wie ihr euch in der Öffentlichkeit verhaltet. Mehr Infos gibt es bei deiner Kommune.

Hundesteuer je nach Kommune

Da die Kosten für die Hundesteuer so stark variieren, ist die Vorab-Recherche auf der Homepage deiner Gemeinde ein Muss. Die meisten Kommunen bieten hier sehr übersichtlich alle wichtigen Informationen zur Hundesteuer auf einen Blick. Wir haben dir einige Beispiele deutscher Städte herausgesucht, um zu zeigen, wie groß die Unterschiede sind:

Angemeldet und versichert ins Hundeglück

Wenn du dich für die Hundesteuer angemeldet hast, bist du wieder einen Schritt weiter auf dem Weg zum eigenen Hund. Vor der Anschaffung lohnt sich auch ein Blick auf die zukünftigen Versicherungsoptionen für deinen Vierbeiner. Eine Hundehaftpflicht hilft im Ernstfall, wenn dein Hund beispielsweise das Eigentum anderer beschädigt. Informiere dich jetzt, zu welchen Konditionen du deinen neuen Mitbewohner bei Coya rundum absichern kannst.

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