Labrador Kopf

7 Fakten über den Labrador

Der Labrador Retriever ist seit Jahren einer der beliebtesten deutschen Hunde. Aber weißt du, was ihn zum perfekten Familienmitglied und Arbeitstier macht?

1. Die Abstammung des Labrador Retrievers

Der Name „Labrador Retriever“ erzählt bereits die Geschichte dieser Hunderasse: Zum einen handelt es sich um Hunde, die sehr gerne apportieren (engl. retrieve = zurückholen, retten, bergen). Andererseits stammt der Labrador ursprünglich von der gleichnamigen Insel vor der kanadischen Ostküste. Seine Vorfahren sollen St.John’s-Hunde gewesen sein, die mit ihrem dichten Fell perfekt für die Arbeit und Jagd im Wasser geeignet waren. Daher trieben diese Tiere Fischernetze zu ihren Arbeitgebern zurück.

Im 19.Jahrhundert brachten britische Fischer die Rasse mit in die Heimat. Unter englischen Adeligen entwickelte sich der Labrador zum beliebten Jagdhund. Ab 1841 unterschied man die Hunde klar vom verwandten Neufundländer, der längeres Fell und einen weniger schlanken Körperbau hatte. Lange galten nur schwarze Labradore als korrekte Züchtungen. Gelbes und braunes Fell war erst ab dem 20.Jahrhundert eine akzeptierte Variante dieser Rasse. 

2. Die Zucht des Labradors

Heute unterscheiden Experten zwischen der aktiven Arbeitslinie des Labradors, also Tieren, die besonders eifrig sind, viel Beschäftigung brauchen und eine sportlichere Statur aufweisen und der Showlinie. In dieser Ausprägung ist der Labrador Retriever mit seiner relativen Gemütlichkeit und dem eher gelassenen Temperament ideal als Familienhund. Reinrassige Welpen findest du am besten über den Deutschen Retriever Club e.V. Diese sind als RCI-Hunde gekennzeichnet und gehören zur Gruppe 8: Apportierhunde – Stöberhunde – Wasserhunde.

Die Zucht bringt folgende Grundfarben des Labradors hervor:

  • Schwarz + Schwarz = Braun/ Gelb/ Schwarz
  • Gelb + Gelb = Gelb
  • Braun + Braun = Gelb/ Braun

Typische Erbkrankheiten des Labradors

Der Labrador weist wie viele Zuchthunde eine Anfälligkeit für bestimmte Krankheiten auf. Seriöse Züchter schließen aus, dass Elterntiere eine der folgenden Erkrankungen tragen:

  • Augenkrankheiten, z.B. Hereditärer Catarakt oder Progressive Retina Atrophie
  • Diabetes mellitus
  • Erkrankungen des Bewegungsapparats, z.B. Hüftgelenkdysplasie oder Osteochodrosis

3. Der Charakter eines Labrador Retrievers

Einst Wasser- und Jagdhund und nun als Deko neben dem Familiensofa? Sicher nicht, der Labrador macht seinen Vorfahren noch immer alle Ehre:

Intelligenz

Labradore gelten als besonders kluge Hunde und finden deshalb auch oft Einsatz als Rettungshelfer, Blindenhunde oder Spürnasen beim Zoll. 

Ausdauer

Für die Jagd ist es nicht nur wichtig, lange durchzuhalten, diese Hunde mussten auch geduldig sein. Das hat sich der Labrador bewahrt, er braucht viel Bewegung und immer etwas Neues zum Entdecken.

Temperament

Neugierde gehört zu den Grundeigenschaften eines Labradors. Er muss alles genau wissen und ist sehr aktiv. Entsprechend seiner Abstammung liebt er das Wasser und hat Spaß an allem, was sich apportieren lässt. Wenn du ihn richtig trainierst, ist er sehr reaktionsstark.

Arbeitspathos

Arbeiten, arbeiten, arbeiten – Labradore lieben Beschäftigung. Sie brauchen dementsprechende Förderung. Einzig bei hohen Temperaturen sinkt ihr Wille zur Aktivität.

Freundlichkeit

Der Labrador ist besonders ausgeglichen und kinderlieb. Seine Zuneigung gegenüber Menschen geht so weit, dass sein Bewacherinstinkt darunter leidet. Gegenüber seinem Rudel ist er ausgesprochen loyal und treu. Alleine bleibt er eher ungern.

4. Das Aussehen des Labradors

Labradore sind mittelgroße Hunde: Die Rüden erreichen eine Körperhöhe von 57cm, die Hündinnen 56cm. Ein gesunder Hund dieser Rasse wiegt maximal 32 kg und weist eine muskulöse Struktur auf. Die Fellfarbe variiert zwischen Schwarz, Braun und Gelb und muss einfarbig sein, um den Zuchtkriterien zu entsprechen. Dank seines dichten Fells und dessen Unterwolle ist der Hund perfekt für Ausflüge ins Wasser gerüstet.

Ein kraftvoller Hals und hängende Ohren verleihen dem Labrador sein charakteristisches starkes Aussehen. Die Rute ist dicht mit Fell bewachsen und verjüngt sich zur Spitze hin. Auffällig ist auch der Stop des Labradors, zwischen Schädelkalotte und Nasenwurzel. Die Show-Linie ist kompakter als die Arbeits- bzw. Field-Trial-Linie mit dem eher schmalen Kopf.

5. Das richtige Futter für Labradore

Als Hundehalter*in wirst du schnell merken: Es gibt wenig, was Labradore nicht fressen. Leider neigen sie zu Übergewicht und es liegt daher in deiner Verantwortung, sie gesund zu ernähren. Neben einem hohen Fleischanteil solltest du auf zusätzliche Nährstoffe und Vitamine aus Gemüse und Obst achten. Zucker dagegen solltest du meiden. Die Futtermenge richtet sich bei dieser Rasse sehr stark nach ihrer Aktivität. Bereits als Welpen hängt der Futterplan, den dir dein Tierarzt erstellen kann, davon ab, wie sehr du den Bewegungsdrang dieser Rasse förderst. Ist dein Tier später z.B. als Arbeitshund im Einsatz oder machst du täglich lange Spaziergänge mit ihm, dann braucht sein Organismus auch mehr Energie. Ansonsten gilt: Den treuen Hundeaugen widerstehen und den Labrador nicht überfüttern.

6. Die Haltung eines Labrador Retrievers

Diese Rasse gilt nicht umsonst als typischer Anfängerhund. Sobald du dich für einen Labrador entschieden hast, solltest du dich trotzdem damit auseinandersetzen, was für seine Haltung und Erziehung wichtig ist:

Dos

Viel Bewegung

Labradore brauchen mehr als regelmäßiges Gassigehen. Sie lieben es sich körperlich so richtig auszupowern. Ob beim Dog Dancing, auf der Jagd oder beim Apportieren.

Wasser macht Spaß

Was ist noch besser als Bewegung? – Bewegung im Wasser! Der Labrador hat nicht vergessen, wo er herkommt, und liebt Spiel und Spaß im feuchten Nass.

Positive Verstärkung

Der Labrador will gelobt werden, er möchte dir gefallen. Umso wichtiger ist es, sein gutes Verhalten auf diese Weise zu bestärken. Ein liebevoller Umgang sollte dabei selbstverständlich sein.

Neues lernen

Nicht nur Kommandos, auch Tricks und ganze Arbeitsabläufe lernt der gelehrsame Labrador mit Vergnügen. Du solltest deinen Hund entsprechend fördern.

Alleine-zu-Hause-bleiben

Die meisten Hunde dieser Rasse mögen Einsamkeit gar nicht. Trainiere deshalb frühzeitig mit deinem Labrador, dass er auch einmal von deiner Seite weichen kann.

DON’TS

Ständige Belohnungen in Futterform

Diese Hunderasse liebt Leckerlis und alles, was es „zwischendrin“ gibt. Achte bei der Erziehung darauf, dass du deinen Vierbeiner nicht Ausversehen mit Belohnungen überfütterst.

Alles fressen, was rumliegt

Ähnlich verhält es sich mit anderen Futterquellen: Zur guten Erziehung eines Labradors gehört es, ihm abzugewöhnen, alles überall zu verschlingen.

Inkonsequenz

Du kannst diesen treuen Hundeaugen nichts abschlagen? Das ist schlecht, denn natürlich braucht auch der treueste Gefährte klare Grenzen. Sonst springen Labradore gerne an deinen Besuchern hoch oder klauen Essen aus der Küche.

7. Die Pflege des Labradors

Dankbarer Weise ist das Fell des ehemaligen Wasserhundes sehr pflegeleicht. Dennoch solltest du es einmal pro Woche bürsten und säubern. Selbstverständlich sollten auch regelmäßige Kontrollen der Augen, Ohren, Krallen und Zähne deines Vierbeiners sein. Diese lassen sich am besten in den Alltag integrieren, indem du deinen Labrador frühzeitig an eine Pflegeroutine gewöhnst.

Überraschungen á la Labrador

Dein Labrador springt aus dem See und bespritzt das teure Sommerkleid eines anderen Badegasts mit Dreck? Oder hat dein Vierbeiner die Geburtstagstorte der Nachbarskinder verputzt, ehe sie bis drei zählen konnten? Missgeschicke, die für diese Rasse nicht ungewöhnlich sind, passieren im Leben mit Hund. Damit diese nicht zu finanziellen Sorgen führen, gibt es Haftpflichtversicherungen für Hunde. Im Bedarfsfall springen diese ein und zahlen die Reinigung für das Kleid oder die Ersatztorte beim Bäcker. Informiere dich jetzt, welche Leistungen sinnvolle Absicherungen für die Zukunft sind, damit du und dein Labrador entspannt den Alltag meistern können.

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