Zwei Hunde die rennen

6 Fakten über den Pudel

Pudel gibt es mittlerweile in allen Größen und Farben. Doch wie gut kennst du das kluge Wesen hinter dem hübschen Vierbeiner?

1. Die Abstammung des Pudels

Die Pudel kamen ursprünglich aus Frankreich, wo sie etwa ab dem 14. Jahrhundert zur Entenjagd eingesetzt wurden. Ihr französischer Name „Caniche“ stammt von „cane“ (=Ente) ab. Die Aufgabe des Pudels bestand darin, geschossene Wasservögel zu apportieren. Im Deutschen lässt sich diese einstige Spezialisierung auf Geflügel, das im Wasser lebt, ebenfalls ableiten: „Pudel“ geht auf das altdeutsche „puddeln“ (=im Wasser planschen) zurück. 

Ab dem 16. Jahrhundert zogen die flauschigen Vierbeiner auch als Gesellschaftshunde in die Salons der Damen und viele Schausteller nutzten ihre Lernfähigkeit und Intelligenz im 17.Jahrhundert, um ihnen besondere Tricks beizubringen. Erst in den 1930er Jahren definierte der FCI den Pudel als Rasse. Zunächst gab es Groß- und Kleinpudel, später folgte der Toypudel als eigene Kategorie. 

2. Die Pudel-Zucht 

Die eigentliche Zucht des Vierbeiners begann im 20.Jahrhundert. Heute trägt der Pudel als Rassehund die FCI Nummer 172 in der Gruppe der Gesellschafts- und Begleithunde. Zwar eignet sich der Pudel in seinen heutigen Unterkategorien der Groß-, Klein- und Toy- sowie Zwergpudel noch immer hervorragend für die Dressur, doch als Jagdhund hat er längst ausgedient. 

Wenn du dich für einen Pudel interessierst, dann suchst du wahrscheinlich einen treuen Begleiter mit viel Intelligenz. Bei der Wahl des richtigen Züchters kannst du dich am besten beim „Deutschen Pudel Klub e.V.“ oder beim „Pudel-Zucht-Verband 82 e.V.“ informieren. Ein Pudel kostet in der Regel zwischen 800 – 1000 Euro. Der Verkäufer sollte sich bewusst sein, dass Zuchttiere bestimmte rassespezifische Erbkrankheiten mit sich bringen können. Ein seriöser Anbieter achtet auf die Langlebigkeit und die Gesundheit seiner Hunde, indem er  z.B. kranke Hündinnen nicht weiter verpaart. Das sind…

Typische Erbkrankheiten des Pudels

  • Katarakt
  • Progressive Retinaatrophie
  • Gelenkbeschwerden, z.B. Patella-Luxation und Hüftgelenkdysplasie

3. Der Charakter des Pudels

Intelligenz

Die Klugheit des Pudels ist so sprichwörtlich, dass bereits Goethe den Kern einer Sache im Faust I. als „des Pudels Kern“ bezeichnete. Diese Hunde können beispielsweise den Namen ihrer Spielzeuge unterscheiden und dementsprechend nur das gewünschte apportieren. Ihre Lernfreude solltest du fördern, indem du mit ihnen Tricks einübst. Sonst wird dein Hund anderweitig kreativ. 

Ausdauer

Pudel lieben Bewegung. Stöckchen holen oder Ballspielen sind nur der Anfang. Selbst die kleinen Toypudel haben nichts dagegen, mehrere Stunden am Tag einem Fitnessprogramm nachzugehen. Wasser steht noch immer hoch im Kurs, aber auch Landsportarten wie Joggen und Radfahren kannst du mit Pudeln machen.

Temperament

Die verspielten Vierbeiner sind äußerst agil und sollten nicht als Dekoration auf dem Sofa enden. Hundesport ist bestens für ihr lebhaftes Wesen geeignet.

Arbeitspathos

Die Intelligenz des Pudels befähigt ihn zu sensiblen Aufgaben als Therapie-, Blinden-, Schutz- oder Rettungshund. 

Freundlichkeit

Der Pudel möchte sein Rudel um sich haben. Er mag Kinder, bei den Toypudeln solltest du aber darauf achten, dass diese den kleinen Hund und seine Bedürfnisse auch respektieren und ihn nicht zum Spielzeug machen. Dann sind Pudel sehr anpassungsfähig und passen sich in jede Familie ein. Mit anderen Vierbeinern kommen sie in der Regel bestens zurecht.

4. Das Aussehen des Pudels

Die vier Typen des Pudels unterscheiden sich hauptsächlich in ihrer Größe: So ist die kleinste Rasse, der Toypudel, maximal 28 cm hoch, Zwergpudel können 35 cm erreichen, Kleinpudel haben eine Widerristhöhe von höchstens 45 cm und die Königs- oder Großpudel werden bis zu 60 cm hoch. Charakteristisch für den Pudel ist seine gestylte Mähne, die ganz unterschiedliche Formen und Farben annehmen kann. Das Fell kann von Weiß über Silber, Grau bis hin zu Apricottönen und Braun jede Schattierung annehmen. Um als Zuchtpudel zu gelten, muss der jeweilige Farbverlauf regelmäßig sein.

Die Haarpracht des Pudels macht eine regelmäßige Schur nötig. Diese Hunderasse haart nicht. Du entscheidest, wie das Fell deines Vierbeiners aussehen soll. Einige Hunde haben ein gekräuseltes Fell, ihre Locken machen sie zu sogenannten „Wollpudeln“. Bei anderen hängen die Haare in bis zu 20 cm langen Schnüren herab, so dass Kenner vom „Schnürenpudel“ sprechen. Die Eleganz des Pudels entspringt vermutlich seinem vornehmen Ausdruck mit dem geradlinig geformten Kopf. Der einstige Wasservögeljäger ist noch an den Hinterläufen zu erkennen: Diese sind besonders muskulös und werden bei der Schur gerne herausgestellt. Ein frisierter Pudel kann so durchaus etwas Erhabenes haben.

5. Die Haltung eines Pudels

Dich beeindrucken das kluge Wesen des Pudels und seine elegante Ausstrahlung? Wenn du dir einen solchen Vierbeiner anschaffen willst, solltest du Folgendes über seine Haltung wissen:

Dos

Konsequenz muss sein

Damit dein Pudel nicht am Ende dich trainiert, braucht es zur Erziehung des intelligenten Vierbeiners eine liebevolle, jedoch bestimmte Hand.

Früh übt sich

Schon als Welpe ist der Pudel sehr wissbegierig und sollte die wichtigsten Kommandos lernen. Er gehört sicherlich zu den leicht erziehbaren Hunden, doch falsche Prägungen im jungen Alter sind später schwer abzutrainieren.

Genügend Auslauf

Zwar wirkt der schöne Pudel nicht immer so, aber ihm reicht das Sitzen an der edlen Tafel nicht, er braucht Bewegung. Wenn du selbst sehr aktiv und viel im Freien unterwegs bist, lässt sich der Pudel auch in der Wohnung halten.

Wasserspiele

Zwar jagt der Pudel heute keine Enten mehr, aber seine einstige Bestimmung für das Wasser ist nie ganz verschwunden. „Ein begossener Pudel“ fühlt sich also pudelwohl.

Don’ts

Langeweile 

Der kluge Pudel will Unterhaltung und Beschäftigung. Vom Hundesport über Mobyclass, Dogdancing bis hin zu Agility und Obedience gefällt dem flauschigen Vierbeiner in der Regel alles. Wenn du ihn nicht geistig und körperlich auslastest, dann kann er zum Problempudel werden.

Ungepflegtes Fell

Du musst deinen Vierbeiner nicht unbedingt zum Hundefriseur schicken und ihn bunt einfärben, aber ein Pudel braucht definitiv mehr Pflege als viele andere Hunderassen:

6. Die Pflege eines Pudels

Pudelfell verfilzt leicht. Deshalb solltest du es mehrmals in der Woche ordentlich ausbürsten. Dein Vierbeiner haart nicht und ist deshalb auch auf eine regelmäßige Schur angewiesen. Du kannst diese kunstvoll im Hundesalon vornehmen lassen, eine einfache Schermaschine für zuhause tut es aber auch, um deinen Hund gesund zu halten. Ästhetik spielt heute eine große Rolle bei der Fellpflege der Pudel, doch liegt diese immer im Auge des Betrachters.

Um deinen Vierbeiner vor den typischen Erbkrankheiten zu bewahren, solltest du auch routinemäßig seine Augen kontrollieren und seinen Rücken und seine Gelenke abtasten. Ein geübter Blick auf Krallen, Zähne und Ohren vervollständigen das wöchentliche Pflegeprogramm.

Pudelwohl fühlen mit der richtigen Versicherung

Dein Pudel war als Teilnehmer in einer Hundeshow eingeplant, doch hat vorab aus Langeweile einen Teil der Dekoration zerstört? Auch dieser intelligente Hund ist immer wieder für Überraschungen gut. Damit du bei solchen Gelegenheiten nicht in finanzielle Schwierigkeiten kommst, gibt es Hundehaftpflichtversicherungen wie die von Coya. Je nach individuellen Versicherungssumme übernimmt diese Sachschäden und kommt auch für finanzielle Verluste oder Verletzungen anderer auf. Informiere dich jetzt, wie dein kluger Pudel und du mit einer Hundehaftpflicht optimal geschützt werden können.

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