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Haftpflicht-Versicherung
für Hundehalter

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Wenn dein Hund einen Schaden anrichtet, hast du als Tierhalter die Pflicht, dafür einzustehen. Je nachdem, um welchen Schaden es sich handelt, können hierbei schnell sehr hohe Kosten auf dich zukommen. Damit diese nicht zum finanziellen Ruin führen, ist der Abschluss einer Haftpflichtversicherung für Hundehalter sinnvoll. In manchen Bundesländern ist diese sogar verpflichtend. Die Hundehalterhaftpflichtversicherung gewährt dir in verschiedenen Situationen Versicherungsschutz, zum Beispiel, wenn durch deinen Hund ein anderer Mensch gebissen wird oder wenn dieser einen folgenschweren Verkehrsunfall verursacht.

Was ist eine Haftpflicht-Versicherung für Hundehalter?

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) regelt in § 833 die Haftung von Tierhaltern. Im Sinne des Gesetzes ist jeder private Tierhalter dazu verpflichtet, in den folgenden Fällen Schadensersatz zu leisten:

  • durch das Verhalten seines Tieres kommt ein Mensch ums Leben
  • durch das Verhalten seines Tieres wird die Gesundheit oder der Körper eines Menschen beeinträchtigt 
  • durch das Verhalten seines Tieres wird eine Sache beschädigt, die einem anderen gehört

In welcher Art und Höhe der Schadensersatz zu leisten ist, hängt vom jeweiligen Schaden und gegebenenfalls den Auflagen in einem Gerichtsurteil ab. Wie du dir denken kannst, wird der Schadensersatz für einen durch deinen Hund angerichteten Schaden wesentlich geringer ausfallen, wenn nur eine Sache beschädigt wurde, als wenn es ein Menschenleben betrifft. Bedingt durch das Alter deines Hundes und dessen Lebhaftigkeit sind beispielsweise die folgenden Situationen denkbar:

  • Du hältst dich mit deinem Hund in einem Hotel auf und dieser beschädigt dort beim Herumtollen die Polster des Sofas.
  • Dein Hund reißt sich in der Stadt von dir los und läuft auf die viel befahrene Straße. Es kommt zu einem Auffahrunfall durch das abrupte Bremsen mehrerer Fahrzeuge. Dabei erleiden mehrere Personen Verletzungen.

Gerade dann, wenn Menschen durch das Verhalten deines Hundes zu Schaden kommen, können die Schadensersatz-Forderungen sehr hoch ausfallen und dich im schlimmsten Fall bis zum Rest deines Lebens verschulden. Eine Hundehalter-Haftpflicht-Versicherung beziehungsweise Tierhalter-Haftpflicht-Versicherung kann dich davor bewahren, denn der Versicherer übernimmt nicht nur die Forderungen für die entstandenen Schäden, sondern wehrt auch unberechtigte Forderungen ab.

Illustration von einer Person mit einer Glühbirne neben dem Kopf

Die Tierhalter-Haftpflicht-Versicherung

Die Tierhalter-Haftpflicht-Versicherung sichert einen Versicherungsnehmer gegen Schadensersatzansprüche ab, die diesem aufgrund seiner privaten Tierhaltung entstehen. Sie ist besonders für Halter von größeren Tieren wie beispielsweise Hunde und Pferde empfehlenswert, denn kleinere Tiere wie Katzen oder Kaninchen sind in der Regel in einer Privathaftpflichtversicherung mit eingeschlossen. 

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Ist mein Hund in meiner privaten Haftpflicht-Versicherung mitversichert?

Deine Privathaftpflicht-Versicherung reguliert alle Schäden, die du selbst als Versicherungsnehmer oder mitversicherte Personen wie Ehepartner und Kinder einer anderen Person zufügen. Die meisten Versicherungsverträge beinhalten auch die Schadensregulierung von Schäden, die durch kleine Haustiere verursacht worden sind, wie zum Beispiel:

  • Dein Kaninchen hat einer Besucherin die Handtasche angenagt und diese hat nun ein Loch.
  • Deine Katze hat das Smartphone deiner Freundin vom Tisch gestoßen, woraufhin das Display zersplittert ist.

Die Regulierung von Schäden, die ein Hund verursacht, lehnen die Versicherer im Rahmen der Privathaftpflichtversicherung jedoch in der Regel ab. 

Zur Hundehaftpflicht
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Ist eine Hundehalter-Haftpflicht-Versicherung sinnvoll für mich?

Die Hundehalter-Haftpflicht-Versicherung, kurz Hundehaftpflicht, ist zwar nicht für jeden Hund und nicht in jedem Bundesland eine Pflichtversicherung, aber dennoch ist es ratsam, sie abzuschließen. Das gilt besonders in diesen Fällen:

  • dein Hund ist sehr lebhaft
  • er hört nicht immer unbedingt aufs Wort
  • es handelt sich um einen sogenannten Kampfhund
  • du bist mit deinem Hund häufig auf Reisen
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In welchen Bundesländern und für welche Rassen besteht eine Versicherungs-Pflicht für Hunde?

Die Verpflichtung, eine Hundehalter-Haftpflicht-Versicherung abzuschließen, wird nicht deutschlandweit einheitlich, sondern auf Länderebene geregelt. Das einzige Bundesland, in dem derzeit keine Versicherungspflicht für Hunde besteht ist Mecklenburg-Vorpommern. In alle anderen Bundesländern ist die Haftpflichtversicherung für Hunde teilweise grundsätzlich Pflicht und teilweise unter bestimmten Voraussetzungen. Als Hundehalter bist du verpflichtet, dich genau über deine Rechte und Pflichten zu informieren. Andernfalls riskierst du hohe Bußgelder. Da sich Gesetze und Auflagen ändern können, solltest du dich regelmäßig in der Presse oder im Internet informieren. Mit Stand September 2019 ist die Versicherungspflicht für Hundehalter in den einzelnen Bundesländern wie folgt geregelt:

Bundesland
Pflicht zur Hundehalter-Haftpflicht-Versicherung
Baden-Württemberg
  • Pflicht, wenn der Hund als Kampfhund oder gefährlicher Hund eingestuft wurde
  • Regelung durch die Polizeiverordnung des Innenministeriums und des Ministeriums Ländlicher Raum über das Halten gefährlicher Hunde
Bayern
  • nicht im gesamten Bundesland verpflichtend
  • in manchen Gemeinden Pflicht für Kampfhunde
  • Regelung durch die Verordnung über Hunde mit gesteigerter Aggressivität und Gefährlichkeit
Berlin
  • grundsätzliche Pflicht
  • Regelung durch das Berliner Hundegesetz
  • Versicherungssumme muss mindestens eine Million Euro pro Jahr betragen
Brandenburg
  • Pflicht für Hunde, die als gefährlich eingestuft werden
  • Regelung durch die Ordnungsbehördliche Verordnung über das Halten und Führen von Hunden
Bremen
  • Pflicht für als gefährlich eingestufte Hunde
  • Regelung durch das Bremer Hundehaltegesetz (HundeHG)
Hamburg
  • grundsätzliche Pflicht
  • geregelt im Hamburger Hundegesetz (HundeG)
  • Versicherungssumme muss mindestens eine Million Euro betragen
Hessen
  • Pflicht für als gefährlich eingestufte Hunde
  • Regelung durch die Gefahrenabwehrverordnung über das Halten und Führen von Hunden (HundeVO)
Mecklenburg-Vorpommern
  • keine Verpflichtung,
  • Regelung durch die Verordnung über das Führen und Halten von Hunden (Hundeverordnung/HundehVO M-V)
Niedersachsen
  • grundsätzliche Pflicht für alle Hunde, die älter als sechs Monate sind
  • geregelt im Niedersächsischen Gesetzes über das Halten von Hunden (NHundG)
  • seit 2016 besteht ein Versicherungsgebot für jeden Hundehalter Mindestversicherungssummen: 250.000 Euro für Sachschäden und 500.000 Euro für Personenschäden 
Nordrhein-Westfalen
  • Pflicht für als gefährlich eingestufte Hunde
  • Regelung durch das Hundegesetz für das Land Nordrhein-Westfalen
  • Mindestversicherungssummen: 250.000 Euro für Sachschäden und 500.000 Euro für Personenschäden
Rheinland-Pfalz
  • Pflicht, wenn der Hund als gefährlich eingestuft ist
  • Regelung durch das Landesgesetz über gefährliche Hunde (LHundG)
Saarland
  • Pflicht für als gefährlich eingestufte Hunde
  • Regelung durch Polizeiverordnung über den Schutz der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden
Sachsen
  • Pflicht für als gefährlich eingestufte Hunde
  • Regelung durch das Gesetz zum Schutze der Bevölkerung vor gefährlichen Hunden
Sachsen-Anhalt
  • verpflichtend für jeden Hundehalter
  • Regelung durch das Gesetz zur Vorsorge gegen die von Hunden ausgehenden Gefahren (GefHuG ST)
Schleswig-Holstein
  • Pflicht für jeden Hundehalter 
  • Regelung durch das Gesetz über das Halten von Hunden (HundeG)
  • Mindestversicherungssummen: 250.000 Euro für Sachschäden und 500.000 Euro für Personenschäden
Thüringen
  • grundsätzliche Pflicht für jeden Hundehalter
  • Regelung durch das Thüringer Gesetz zum Schutz der Bevölkerung vor Tiergefahren

Für Hunde welcher Rassen du eine Hundehalter-Haftpflicht-Versicherung abschließen musst, ist innerhalb Deutschlands ebenfalls nicht einheitlich geregelt, sondern obliegt den einzelnen Bundesländern. Sofern die Versicherungspflicht für alle Hunde besteht, ist die Rassenzugehörigkeit unerheblich. Einige Bundesländer definieren jedoch eindeutig, wann ein zu versichernder Hund als gefährlich gilt und welche Rassen prinzipiell als gefährlich eingestuft werden. In der Regel wird ein Hund unabhängig von der Rasse als gefährlich eingestuft, wenn die folgenden Kriterien zutreffen:

  • der Hund wurde bereits durch aggressives Verhalten gegenüber anderen Tieren oder Menschen auffällig
  • der Hund hat in der Vergangenheit Menschen oder Tiere gebissen
  • der Hund weist ein Beißverhalten ohne jegliche Hemmung auf
  • es ist eine über das übliche Maß hinausgehende Angriffslust und Kampfbereitschaft erkennbar
  • der Hund wurde zur Kampfbereitschaft gezüchtet, abgerichtet oder ausgebildet

Sofern die Versicherungspflicht nur für Hunde gilt, die als gefährlich gelten, musst du die Rasselisten der einzelnen Bundesländer beachten.

Bundesland
als gefährlich eingestufte Rassen
Baden-Württemberg
  • Bullterrier
  • American Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • verschiedene Hunde, bei denen eine Gefährlichkeit angenommen wird, sofern der gegenteilige Nachweis durch den Hundehalter nicht erbracht wird, unter anderem Bullmastiff, Staffordshire Bullterrier und Mastiff
Bayern
  • American Staffordshire-Terrier
  • Bandog
  • Pitbull
  • Staffordshire Bullterrier
  • Tosa Inu
  • verschiedene Hunde, bei denen eine Gefährlichkeit angenommen wird, unter anderem Bullmastiff, American Bulldog und Mastiff
Berlin
  • Bullterrier
  • Pit-Bull
  • American Staffordshire Terrier
Brandenburg
  • Bullterrier
  • American Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • Tosa Inu
  • verschiedene Hunde, bei denen eine Gefährlichkeit angenommen wird, sofern der gegenteilige Nachweis durch den Hundehalter nicht erbracht wird, unter anderem Bullmastiff, Rottweiler und Mastiff
Bremen
  • Bullterrier
  • Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
Hamburg
  • Bullterrier
  • American Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
  • verschiedene Hunde, bei denen eine Gefährlichkeit angenommen wird, sofern der gegenteilige Nachweis durch den Hundehalter nicht erbracht wird, unter anderem Bullmastiff, Rottweiler und Mastiff
Hessen
  • American Bulldog
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Terrier
  • Bullterrier
  • Dogo Argentino
  • Kangal
  • Kaukasischer Owtscharka
  • Pit-Bull-Terrier 
  • American Pitbull Terrier
  • Rottweiler
  • Staffordshire-Bullterrier
Mecklenburg-Vorpommern
  • Bullterrier
  • American Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
Niedersachsen
  • keine Rasseliste
Nordrhein-Westfalen
  • Bullterrier
  • Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
Rheinland-Pfalz
  • Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
Saarland
  • American Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
Sachsen
  • Bullterrier
  • Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
Sachsen-Anhalt
  • Bullterrier
  • Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
Schleswig-Holstein
  • keine spezielle Rasseliste
Thüringen
  • Bullterrier
  • Pitbull Terrier
  • American Staffordshire Terrier
  • Staffordshire Bullterrier
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Welche Schäden werden durch eine Haftpflicht-Versicherung für Hunde abgedeckt und welche nicht?

Die Hundehalter- beziehungsweise Tierhalter-Haftpflicht-Versicherung gewährt Leistungen im Falle von Schadensersatz-Forderungen seitens eines Dritten bei:

  • Sachschäden, zum Beispiel durch Ersatz oder Reparatur
  • Personenschäden, zum Beispiel durch die Zahlung von Behandlungskosten und Schmerzensgeld
  • Vermögensschäden, zum Beispiel durch die Entschädigung bei einem Verdienstausfall in Folge eines Personenschadens
Illustration von einer Person mit einer Glühbirne neben dem Kopf

Überblick über die Schadensarten

  • Sachschaden: ein Gegenstand wird durch Beschädigung im Wert gemindert oder unbrauchbar
  • Personenschaden: eine Person wird verletzt, in ihrer Gesundheit beeinträchtigt oder gar getötet
  • Vermögensschaden: entsteht in Folge eines Personen- oder Sachschadens, beispielsweise durch Arbeitsunfähigkeit oder Datenverlust bei Beschädigung eines Computers

Eigene Schäden, also Schäden die dir selbst oder deinen mitversicherten Angehörigen durch deinen Hund entstehen, werden durch die Hunde-Haftpflicht-Versicherung nicht reguliert.

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Auf welche Leistungen sollte ich bei meiner Haftpflicht-Versicherung für den Hund achten und was gibt es für Zusatzleistungen?

Wenn du verschiedene Hundehaftpflichtversicherungen miteinander vergleichst, lohnt es sich, einen genaueren Blick auf die Leistungen und Zusatzleistungen zu werfen, da diese von Versicherer zu Versicherer sehr unterschiedlich sein können. Zur Standardleistung der Versicherer gehört die Übernahme der Schadensersatzforderungen zur Regulierung der entstandenen Schäden bis zur vereinbarten Deckungssumme. Außerdem ist meistens passiver Rechtsschutz enthalten, zu dem die Abwehr unbegründeter Ansprüche gehört. Daneben gibt es je nach Versicherungsvertrag verschiedene Zusatzleistungen, wie:

  • Übernahme der Schadenersatzforderungen bei Mietsachschäden
  • Versicherungsschutz bei einem Verstoß gegen die Halterpflichten
  • Übernahme der Schadenersatzforderungen bei einem ungewollten Deckakt
  • Mitversicherung von Welpen (Welpenschutz)
  • Regulierung von Schadensfällen während eines Auslandsaufenthaltes
  • Regulierung sogenannter Flurschäden, zum Beispiel in Gärten oder auf dem Friedhof
  • Übernahme der Schadenersatzforderungen, die durch Schäden während besonderer Veranstaltungen entstanden sind, wie bei Turnieren, Schauvorführungen oder Hunderennen
Illustration von einer Person mit einer Glühbirne neben dem Kopf

Definition Deckungssumme

Der Begriff Deckungssumme bezeichnet die vereinbarte Versicherungssumme, das heißt die maximale Entschädigungsleistung, die durch die Versicherung abgedeckt ist. Hast du zum Beispiel einen Vertrag mit einer Deckungssumme von 5 Millionen Euro abgeschlossen, gewährt der Versicherer im Schadensfall Leistungen bis zu dieser Höhe.

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Wie viel kostet eine Hundehalter-Haftpflicht-Versicherung und gibt es einen Mengentarif für mehrere Hunde?

Eine Hundehalter-Haftpflicht-Versicherung ist nicht teuer, zahlt sich aber aus. Grundsätzlich ist der Versicherungsbeitrag von folgenden Punkten abhängig:

  • Hunderasse
  • Deckungssumme
  • Höhe der Selbstbeteiligung (keine, 150 Euro, 250 Euro, 500 Euro)
  • Mindestlaufzeit (ein bis drei Jahre)
  • Zahlweise (monatlich, vierteljährlich, halbjährlich, jährlich)

Manche Versicherer räumen zudem je nach Alter des Hundehalters Rabatte ein.

Illustration von einer Person mit einer Glühbirne neben dem Kopf

Beispiel für die Höhe des Versicherungsbeitrags

Die jährlichen Beiträge für die Hundehalter-Haftpflicht-Versicherung für eine französische Bulldogge beginnen bei rund 35 Euro bei einer Mindestlaufzeit von einem Jahr, einer Selbstbeteiligung von 150 Euro und einer Deckungssumme von 5 Millionen Euro bei jährlicher Zahlweise.

Wenn du mehrere Hunde versicherst, belohnen viele Versicherungsunternehmen dies mit einem Mengenrabatt. Wie hoch dieser ist, hängt unter anderem von den Rassen der Hunde, deinem Alter und der Deckungssumme ab. Um die Tarife so transparent wie möglich zu halten, verzichtet die Coya auf Mengenrabatte.

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Wie hoch sollte die Versicherungssumme sein?

In einigen Bundesländern besteht nicht nur die Pflicht zum Abschluss einer Hundehalter-Haftpflicht-Versicherung, sondern es werden auch Mindest-Versicherungssummen vorgegeben. So sehen zum Beispiel Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen Mindest-Deckungssummen von 250.000 Euro für Sachschäden und 500.000 Euro für Personenschäden vor. Lebst du in Berlin oder in Hamburg musst du sogar eine Versicherungssumme von mindestens einer Million Euro wählen. Grundsätzlich solltest du bedenken, dass Schadenersatz-Forderungen sehr hoch ausfallen können, vor allem dann, wenn es sich um Personenschäden handelt. Daher ist die Wahl einer Gesamt-Deckungssumme von mindestens fünf Millionen Euro empfehlenswert.

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Deshalb solltest du eine möglichst hohe Versicherungssumme wählen

Stell dir vor, dein Hund hat einen Verkehrsunfall verursacht, durch den ein Mensch verletzt worden ist. Du bist in der Folge verpflichtet, alle Schadensersatzforderungen für Maßnahmen zu übernehmen, die bei der Wiederherstellung der Gesundheit des Verletzten erforderlich sind. Das können zum Beispiel spezielle Hilfsmittel, ärztliche Behandlungen und die Pflege beziehungsweise die Betreuung sein. Im schlimmsten Fall wird es sogar notwendig, die Kosten für ein behindertengerechtes Fahrzeug, die berufliche Rehabilitation und den Wohnungsumbau zu übernehmen. Hierdurch können durchaus Kosten in Millionenhöhe entstehen, die du nur durch den Abschluss einer Hundehaftpflichtversicherung abfedern kannst.

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Wie kann ich bei meiner Versicherung sparen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um bei der Hundehalter-Haftpflicht-Versicherung zu sparen, ohne einen geringeren Leistungsumfang zu erhalten. Weniger zahlen musst du in den folgenden Fällen:

  • du wählst eine hohe Selbstbeteiligung
  • du wählst eine lange Mindestlaufzeit
  • du zahlst den Versicherungsbeitrag nicht monatlich oder vierteljährlich, sondern einmal im Jahr

Beachte allerdings, dass die Tarife für diese Versicherung generell nicht besonders hoch sind und du zum Beispiel durch eine lange Mindestvertragslaufzeit oder eine hohe Selbstbeteiligung sehr eingeschränkt wirst. Je kürzer die Vertragslaufzeit ist, umso eher kannst du im Bedarfsfall zu einem anderen Versicherer oder in einen anderen Tarif wechseln und von geringeren Beiträgen und besseren Leistungen profitieren.

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Werden Mietsachschäden durch eine Haftpflicht-Versicherung für Hunde abgedeckt?

Wenn du eine Mietwohnung oder ein gemietetes Haus bewohnst, lohnt sich der Abschluss einer Hundehaftplicht-Versicherung auf jeden Fall. Schäden an der sogenannten Mietsache durch Hunde sind nicht selten und werden in der Regel durch die Versicherung reguliert. Das kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn der Hund beim Spielen einen Eimer umgestoßen hat und der mitgemietete Teppichboden sich durch das ausgelaufene Wasser wellt. Viele Versicherer gewähren Leistungen bis zu einer Höhe von 300.000 Euro bis zu 20 Millionen Euro.

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Greift meine Hundehalter-Haftpflicht-Versicherung auch, wenn ich während des Schadensfalles nicht dabei bin oder muss ich eine Fremdrisiko-Versicherung abschließen?

Grundsätzlich sieht das Gesetz vor, dass du bei der Beaufsichtigung des Tieres die erforderliche Sorgfalt walten lassen musst. Wird dein Hund oftmals durch andere Personen wie Freunde und Bekannte betreut, die dies nicht gewerblich tun, solltest du bei Abschluss der Versicherung darauf achten, dass diese das Hüten durch dritte Personen als Leistungsbaustein enthält. Deine Familienangehörigen gehören in der Regel immer zum versicherten Personenkreis. 

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Reguliert die Hundehalter-Haftpflicht-Versicherung Schäden, wenn mein Hund ohne Leine geführt wird?

Das hängt von deinem Vertrag ab. Einige Versicherer gewähren ihre Leistungen auch dann, wenn sie durch deinen nicht angeleinten Hund verursacht wurden.

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Wie sieht es mit dem Versicherungsschutz aus, wenn mein Hund jemanden beißt?

Die Hundehalter-Haftpflicht-Versicherung übernimmt Versicherungsschutz, wenn eine andere Person oder ein Tier durch deinen Hund gebissen wird. Je nach vereinbarten Leistungen übernimmt die Versicherung dann zum Beispiel die Schadensersatz-Forderungen für den Arzt beziehungsweise Tierarzt, für beschädigte Kleidung und für Schmerzensgeld. Das kann vertragsabhängig auch dann der Fall sein, wenn der Hund eine andere Aufsichtsperson gebissen hat, Hüterbiss genannt.

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Muss der Hundehalter für Schäden haften, die beim Besuch der Hundeschule entstehen?

Grundsätzlich muss der Hundehalter immer für Schäden einstehen, die durch sein Tier einem Dritten zugefügt worden sind. Dies gilt auch dann, wenn er mit diesem eine Hundeschule besucht. Für diesen Fall sehen einige Versicherer Zusatzleistungen vor, die du vertraglich vereinbaren kannst. Bei der Coya ist die Teilnahme am Hundeunterricht von Haus aus mitversichert.

Illustration von einer Person mit einer Glühbirne neben dem Kopf

Die Haftung des Tieraufsehers

Das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) nimmt den Hundehalter aus der Pflicht, wenn er den Hund vertraglich vereinbart in die Obhut der Hundeschule gibt und während dieser Zeit einer anderen Person ein Schaden entsteht. In diesem Fall greift § 834 BGB, der die Haftung des Tieraufsehers vorsieht. Es muss dann geprüft werden, ob die Betriebshaftpflicht-Versicherung des Hundetrainers zuständig ist.

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Werden Tierarztkosten von der Hundehaftpflicht-Versicherung übernommen?

Die Hundehaftpflicht-Versicherung übernimmt alle Aufwendungen, die im Schadensfall entstehen. Tierarztkosten werden jedoch nur für ein anderes Tier, nicht aber für deinen eigenen Hund übernommen. Dazu zwei Beispiele:

  • Dein Hund hat im Garten die Katze einer Nachbarin gejagt und gebissen. Die Katze muss beim Tierarzt behandelt werden. Die Haftpflicht-Versicherung für Hundehalter übernimmt dann nicht nur dessen Bezahlung, sondern begleicht auch die Rechnungen für alle Heil- und Hilfsmittel.
  • Dein eigener Hund hat sich während der Katzenjagd auch verletzt und du musst ihn zum Tierarzt bringen. Die damit verbundenen Ausgaben sind durch die Hundehalter-Haftpflicht-Versicherung nicht abgedeckt. Du musst sie selbst übernehmen, wenn du keine Hundekrankenversicherung oder Hunde-OP-Versicherung hast.
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